DIESE WOCHE Wer diesen Blog bereits länger verfolgt weiß, daß ich kein Fan von Mario Draghi bin. Fachlich widerstrebt mir seine Abkehr von einer klassischen Geldpolitik "deutscher Schule" (konservativ, strikt preisstabilisierend) hin zu einer riskanten Strategie US-amerikanischer Prägung. Im weiteren stört mich seine permanente Mandatsüberschreitung. Es ist nicht seine Aufgabe den Euro in jetziger Form um jeden Preis zu erhalten. Ob der Euro und wenn ja in welcher Form Bestand haben wird ist ausschließlich von gewählten Volksvertretern zu entscheiden, nicht von Bankern! Last but not least halte ich Draghi`s persönlichen Werdegang, insbesondere seine Goldman Sachs-Vergangenheit ungeeignet für einen EZB-Präsidenten. Dieser sollte nach meiner Vorstellung absolut integer und über alle Zweifel erhaben sein! In all diesen drei Kritikpunkten an der Person Mario Draghi wurde ich in der abgelaufenen Woche erneut bestärkt: Wie bereits im letzten Post von mir prognostiziert, äußerte sich der EZB-Cheff in diesen Tagen wieder mehrfach extrem `dovish`: Ein Ausstieg der EZB aus den exzessiven Anleihekäufen sei in weiter Ferne; der Einsatz neuer, bislang unbekannter Instrumente expansiver Geldpolitik sei durchaus möglich - das übliche, vage Draghi-Gerede eben. Dazu kommt seine pikante Verstrickung im Skandal um eine milliardenschwere Derivate-Position im italienischen Staatshaushalt, welche zumindest unter seinem Mitwissen in den 90er Jahren aufgebaut wurde, um die Kriterien für einen Euro-Beitritt Italiens über ein Täuschungsmanöver zu umgehen. Mein Fazit: Es reicht! Wie lange müßen wir diesen Mann eigentlich noch ertragen?
Neben dem US-Jobreport am Freitag bleiben zwei Themen für eine Fortsetzung der Kurserholung im DAX brandgefährlich: Der Kurseinbruch bei Edelmetallen -bislang von den Aktienmärkten vollständig ignoriert- sowie die anschwelende Kreditklemme in China. Das Makro-Umfeld bleibt also zum Start der zweiten Jahreshälfte unsicher für Aktien!
MEINE STRATEGIE Das erste Halbjahr ist vorbei und die Zuwächse bei Aktienindizes in den USA und Asien können sich sehen lassen: Dow Jones +15%, Nikkei +29% . In Europa hingegen ist weitgehend Ernüchterung eingekehrt: Der Eurostoxx schwankt um seine Jahreanfangstände, der DAX kann seine Gewinne (noch) verteidigen - der zwischenzeitliche Kaufrausch ist aber verflogen. Im zweiten Halbjahr werden die Märkte ihre Charakterstärke unter Beweis stellen müßen: Wie reagieren Investoren wenn Tag für Tag neue Jahrestiefstände markiert werden? Wird es den Aktienmärkten gelingen zwischenzeitliche Turbulenzen wegzustecken oder bricht Panik aus?
Aktuell (Stand Freitag vormittag) notiert der DAX bei 8K. Mein Big Picture bleibt unverändert: Für die zweite Jahreshälfte sind DAX-Kurse unter 7K das realistischere Szenario als Kurse über 9K!
Dieser Blog gibt zu Beginn der Handelswoche einen "Insider"-Ausblick auf den Handelsverlauf des Deutschen Aktienindex (DAX). Der Autor ist seit 15 Jahren im Eigenhandel (Schwerpunkt Index-Derivate) für HedgeFunds und Handelshäuser tätig. Unter "Diese Woche" legt er dar welche Aspekte professionelle Trader in der anstehenden Börsenwoche im Focus haben. Unter "Meine Strategie" gibt der Autor Einblick in sein Handelsbuch. Wöchentliches Update bis spätestens Montag 10:00 Uhr.
Freitag, 28. Juni 2013
Freitag, 21. Juni 2013
24. bis 28. Juni
DIESE WOCHE So richtig schlau konnte aus dem Bernanke-Statement von Mittwoch niemand werden. Für Jeden war irgendwie etwas dabei: Das Anleihekaufprogramm wird bis auf weiteres in vollem Umfang in Kraft bleiben, die FED wird zwar eventuell vom Gas gehn, aber nicht auf die Bremse treten falls (und hier liegt der Hund begraben) sich die US-Wirtschaft wie erwartet erholen werde. Die Berichte über die PK des FED-Chairman wurden dabei von Details über seinen Gemütszustand begleitet. Bernanke sei amtsmüde und wirke fahrig. Ich denke, er sollte seinen sehr wichtigen Job möglichst gut machen und uns nicht mit Belanglosigkeiten über sich selbst auf die Nerven gehn. Deutlich robuster präsentierte sich im Laufe der Woche sein europäisches Pendant, Mario Draghi: Die EZB wisse um die Gefahren ihrer Politik, sei aber dennoch (v.a. wohl er persönlich) voll bereit alle Mittel auszuschöpfen und im Notfall noch ganz neue, unerforschte Wege im Expansionwettlauf einzuschlagen, na bravo!
Da die US-Makro-Daten aus meiner Sicht nicht auf eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft schließen lassen, bleibt als Fazit der Woche festzuhalten: Die Ampeln von Seiten der Geldpolitik bleiben auf grün, alle Hinweise auf mögliche Strategiewechsel sind sehr, sehr vage. Die Interpretation der Börsenpresse, der Kursrutsch ab Mitte der Woche sei auf die Enttäuschung der Märkte zurückzuführen, teile ich nicht. Aus meiner Sicht entscheidend: 1. Der Markt war überkauft, die laufende Korrektur überfällig. 2. Eine Frage tritt dabei immer dringender in den Vordergrund: Reicht eine Liquiditätsflut, die an der Realwirtschaft völlig vorbei geht und damit ihr Ziel verfehlt aus, um eine langfristige Hausse zu rechtfertigen?
MEINE STRATEGIE Mein Big Picture von neuen Jahrestiefs bleibt grundsätzlich intakt, als Bär lebt man aber auch jetzt noch gefährlich - Geld ist immer noch in großen Mengen im Markt. Der Chart von April diesen Jahres zeigt, wie schnell die Aktienmärkte aus einem intakten Short-Szenario in Euphorie umschwenken können, darum rate ich weiter dazu, zwischenzeitlich konsequent Gewinne aus Shorts zu realisieren. Mögliche Szenarien:
1. Der DAX rutscht unmittelbar in den nächsten Handelstagen weiter auf neue Jahrestiefs. 30%
2. Das Bild der letzten Wochen setzt sich fort: Aggressive Zwischen-Ralleys und nervöse Abstürze bleiben im Wechsel bei fallender Tendenz. 40%
3. Die Korrektur ist weitgehend abgeschloßen, der Anlauf auf neue All-Time-Highs kann beginnen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß die EZB aufgrund der stark steigenden Zinsen im Euroraum gegensteuert und aggressive Maßnahmen ergreifft/ankündigt, darum immerhin 30 %!
Da die US-Makro-Daten aus meiner Sicht nicht auf eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft schließen lassen, bleibt als Fazit der Woche festzuhalten: Die Ampeln von Seiten der Geldpolitik bleiben auf grün, alle Hinweise auf mögliche Strategiewechsel sind sehr, sehr vage. Die Interpretation der Börsenpresse, der Kursrutsch ab Mitte der Woche sei auf die Enttäuschung der Märkte zurückzuführen, teile ich nicht. Aus meiner Sicht entscheidend: 1. Der Markt war überkauft, die laufende Korrektur überfällig. 2. Eine Frage tritt dabei immer dringender in den Vordergrund: Reicht eine Liquiditätsflut, die an der Realwirtschaft völlig vorbei geht und damit ihr Ziel verfehlt aus, um eine langfristige Hausse zu rechtfertigen?
MEINE STRATEGIE Mein Big Picture von neuen Jahrestiefs bleibt grundsätzlich intakt, als Bär lebt man aber auch jetzt noch gefährlich - Geld ist immer noch in großen Mengen im Markt. Der Chart von April diesen Jahres zeigt, wie schnell die Aktienmärkte aus einem intakten Short-Szenario in Euphorie umschwenken können, darum rate ich weiter dazu, zwischenzeitlich konsequent Gewinne aus Shorts zu realisieren. Mögliche Szenarien:
1. Der DAX rutscht unmittelbar in den nächsten Handelstagen weiter auf neue Jahrestiefs. 30%
2. Das Bild der letzten Wochen setzt sich fort: Aggressive Zwischen-Ralleys und nervöse Abstürze bleiben im Wechsel bei fallender Tendenz. 40%
3. Die Korrektur ist weitgehend abgeschloßen, der Anlauf auf neue All-Time-Highs kann beginnen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß die EZB aufgrund der stark steigenden Zinsen im Euroraum gegensteuert und aggressive Maßnahmen ergreifft/ankündigt, darum immerhin 30 %!
Montag, 17. Juni 2013
17. bis 21. Juni
DIESE WOCHE Nervosität in Schwächephasen und Aggressivität der Aufwärtsbewegungen steigen gleichermaßen - das fundamentale Umfeld für den DAX bleibt dabei unverändert. Die Finanzmärkte zittern vor einer möglichen Reduzierung der Expansionswut der führenden Notenbanken, anstatt sich die viel wichtigere Frage zu stellen was dieser Irrsinn der Realwirtschaft bis jetzt gebracht hat. Dabei wurde ein Strategiewechsel bislang lediglich zwischen den Zeilen als mögliche Option angedeutet, trotzdem bleibt "tapering" das Schlagwort, das Trader weltweit hektisch auf die Sell-Taste klopfen läßt. So blicken alle bangen Blickes auf die anstehende FED-Sitzung Dienstag/Mittwoch, jedes kleinste Formulierungs-Detail kann den DAX mehrere hundert Punkte durch die Gegend schieben. Der anstehende große Eurex-Verfalltag am Freitag wird die Volatilität noch zusätzlich anfeuern. Nach meiner Einschätzung wird die FED bei ihrer Strategie der schwammigen Rhetorik bleiben, sind ihr doch die Hände gebunden: Klare Worte zum Exit der Expansionspolitik könnten Panik an Anleihe- und Aktienmärkten auslösen. Klare Worte für eine bis auf weiteres unbegrenzte Fortsetzung der Expansionspolitik hieße hingegen einen weiteren Schritt in die falsche Richtung machen.
MEINE STRATEGIE Das Umfeld für Intraday-Trading in Index-Futures bleibt exzellent. Hohe Volatilität bei ansprechenden Umsätzen. Entsprechend habe ich mein Positions-Buch weiter reduziert. Die am Donnerstag letzter Woche mit Opening-Gap erreichten Zwischentiefs im DAX unter 8K gaben gute Gelegenheit aus zu früh angesetzten längerfristigen Short-Positionen auszusteigen. Sollte sich der Markt in seinem Charakter treu bleiben, bieten sich bereits heute Morgen gute Niveaus um erste Shorts wieder zu eröffnen. Mein `Big Picture` bleibt bestehen: Die erste Runde 2013 ging an die Bullen, die zweite wird an die Bären gehn! Mein Traum-Szenario für diese Woche: Die FED gibt auf voller Linie Entwarnung und die Märkte überschießen nach oben auf neue All-Time-Highs um dann binnen 48 Stunden zur Realität zurückzukehren.
MEINE STRATEGIE Das Umfeld für Intraday-Trading in Index-Futures bleibt exzellent. Hohe Volatilität bei ansprechenden Umsätzen. Entsprechend habe ich mein Positions-Buch weiter reduziert. Die am Donnerstag letzter Woche mit Opening-Gap erreichten Zwischentiefs im DAX unter 8K gaben gute Gelegenheit aus zu früh angesetzten längerfristigen Short-Positionen auszusteigen. Sollte sich der Markt in seinem Charakter treu bleiben, bieten sich bereits heute Morgen gute Niveaus um erste Shorts wieder zu eröffnen. Mein `Big Picture` bleibt bestehen: Die erste Runde 2013 ging an die Bullen, die zweite wird an die Bären gehn! Mein Traum-Szenario für diese Woche: Die FED gibt auf voller Linie Entwarnung und die Märkte überschießen nach oben auf neue All-Time-Highs um dann binnen 48 Stunden zur Realität zurückzukehren.
Freitag, 7. Juni 2013
10. bis 14. Juni
DIESE WOCHE Die globalen Aktienindizes schwächeln weiter und markieren damit seit dem Jahresausklang 2012 die erste wirkliche Durststrecke. Viele Anleger müßen sich offensichtlich erst einmal wieder daran gewöhnen, daß es an der Börse auch bergab gehn kann - das ist gut so! Die Psychologie in dieser unsicheren Marktphase bleibt diffus. Die Hausse ist zu 90% durch billiges Geld getrieben und folgerichtig schwebt jetzt über den Märkten das Damoklesschwert einer potentiellen Straffung der Geldpolitik. Vor diesem Hintergrund werden gute Makro-News eher skeptisch gewertet, schlechte Daten aber nicht zwingend gefeiert. Bestes Beispiel dafür liefert der soeben veröffentlichte, tendentiell enttäuschende US-Job-Report. Er ist zu schwach um auf einen nachhaltigen Aufschwung der US-Wirtschaft zu setzen, aber eben auch zu schwach, um ein abruptes Ende der expansiven FED-Politik zu rechtfertigen. Fazit: Die Faktenlage hat sich in den letzten Monaten nicht wesentlich verändert, die Investoren legen aber endlich etwas mehr Realismus an den Tag - die Freibier-Party kann nicht ewig weiter gehn!
MEINE STRATEGIE Die DAX-Tiefstände vor den Payrolls-Daten gaben mir gute Gelegenheit meine viel zu früh und zu offensiv eröffnete Short-Position weiter zu reduzieren. Mein grundsätzlicher View (und damit ein kleiner Teil meiner Short-Position) bleibt aber bestehen: Der DAX wird in diesem Jahr zumindest unter 7.200 fallen! Im aktuell leicht überverkauften Markt besteht aber zunächst die Chance auf eine erneute, von mechanischen Handelssystemen gestützte Liquiditäts-Ralley.
MEINE STRATEGIE Die DAX-Tiefstände vor den Payrolls-Daten gaben mir gute Gelegenheit meine viel zu früh und zu offensiv eröffnete Short-Position weiter zu reduzieren. Mein grundsätzlicher View (und damit ein kleiner Teil meiner Short-Position) bleibt aber bestehen: Der DAX wird in diesem Jahr zumindest unter 7.200 fallen! Im aktuell leicht überverkauften Markt besteht aber zunächst die Chance auf eine erneute, von mechanischen Handelssystemen gestützte Liquiditäts-Ralley.
Freitag, 31. Mai 2013
03. bi 07. Juni
DIESE WOCHE Die bange Frage dieser Tage: Werden die führenden Notenbanken der Welt tatsächlich von ihrer Strategie der Ultra Easy Monetary Policy ablassen? Kein frisches Geld mehr für die Märkte? Angesichts dieser bedrohlichen Aussicht etabliert sich an den Kapitalmärkten eine neue Bewertungslogik, die auf den ersten Blick schyzophren wirkt: Good news is bad news! Denn Makro-Daten, die auf eine konjunkturelle Erholung hindeuten, verringern die Chancen auf frisches Notenbankgeld und bremsen folgerichtig die Euphorie an Aktien- und Bondmärkten. So kommt auch der DAX nicht mehr richtig vom Fleck, auf Schwächephasen folgen noch immer unmittelbare, scharfe Aufwärtsbewegungen, das große positive Momentum ist aber erstmal verflogen. Die Inhaber von Put-Positionen werden durch den stetigen Zeitwertverlust mürbe gemacht, kein untypisches Muster nach dem rasanten Anstieg von Ende April bis Anfang Mai.
Die anstehende Woche könnte neue Impulse setzen: Der Arbeitsmarktbericht am Freitag sowie die Draghi-PK am Donnerstag werden weisen wohin die Reise geht... mit neuer Liquidität nach oben oder mit positiven Fundamentaldaten nach unten!
MEINE STRATEGIE Die volatilen, intraday gut handelbaren Swings in den Index-Futures trösten über den fatalen Status Quo meines Positionsbuchs hinweg. Meine Position-Short-Futures erleiden zumindest keinen spürbaren Zeitwertverlust - immerhin. Auch wenn das Aufwärtsmomentum merklich abschwächt, macht mich die Stabilität der Hausse langsam nervös. Die rettende 8K im DAX scheint meilenweit entfernt, darum werde ich nächste Woche im Vorfeld der Payrolls-Daten weiter mit Loss eindecken, sofern sich das Bild nicht zu meinen Gunsten entwickeln sollte.
Die anstehende Woche könnte neue Impulse setzen: Der Arbeitsmarktbericht am Freitag sowie die Draghi-PK am Donnerstag werden weisen wohin die Reise geht... mit neuer Liquidität nach oben oder mit positiven Fundamentaldaten nach unten!
MEINE STRATEGIE Die volatilen, intraday gut handelbaren Swings in den Index-Futures trösten über den fatalen Status Quo meines Positionsbuchs hinweg. Meine Position-Short-Futures erleiden zumindest keinen spürbaren Zeitwertverlust - immerhin. Auch wenn das Aufwärtsmomentum merklich abschwächt, macht mich die Stabilität der Hausse langsam nervös. Die rettende 8K im DAX scheint meilenweit entfernt, darum werde ich nächste Woche im Vorfeld der Payrolls-Daten weiter mit Loss eindecken, sofern sich das Bild nicht zu meinen Gunsten entwickeln sollte.
Montag, 27. Mai 2013
27. bis 31. Mai
DIESE WOCHE Zunächst gab es am letzten Mittwoch wenig Überraschendes von Ben Bernanke zu hören: Die FED beabsichtige keinen Kurswechsel in naher Zukunft, sondern sie könnte ihr Anleihekaufprogramm angesichts niedriger Inflation und schwachem Arbeitsmarkt eventuell sogar ausweiten. Dabei bereite die exzessive Kursentwicklungen an den Bond- und Aktienmärkten dem FED-Cheff keine Sorge, schließlich wäre ihr Verlauf "konsistent mit den ökonmischen Fundamentals" (O-Ton Bernanke). Bereits dieses Statement war in sich völlig widersprüchlich: Wie können ökonomische Fundamentals einerseits so katastrophal sein, daß die US-Notenbank sich in der Pflicht sieht, die Konjunktur über Jahre zu stützen - andererseits aber so glänzen, daß sie mit All-Time-Highs in Aktienindizes `konsistent` sind? Die `Logik` des wichtigsten Notenbankers der Welt kann und muß man nicht verstehen!! Perfekt wurde die Konfusion dann aber erst Stunden später mit Veröffentlichung des letzten FED-Sitzungsprotokolls. Dieses spricht eine andere Sprache und sieht eine Straffung der Ultra-Easy Monetary Policy sehr wohl als mögliche Strategie für die nächsten Monate. Analog dazu wechselten die Chartverläufe der Index-Futures von unkontrollierter Kaufpanik auf Nervosität, per Saldo befinden wir uns aber immer noch auf der Fahnenstange nach oben.
MEINE STRATEGIE Die US-Futures sind -zumindest vorübergehend- ernsthaft gestolpert. Auch wenn bis jetzt nicht viel passiert ist, gibt die Entwicklung ab Mittwoch Abend natürlich Bären neue Hoffnung. Wohl dem, der seine Short-Position besser getimet hat als ich. Aktuell sehe ich keine Notwendigkeit, die Position weiter zu reduzieren. Ein kurzer Spike im DAX auf 8.400 - 8.450 sollte für zusätzliche Shorts genutzt werden.
MEINE STRATEGIE Die US-Futures sind -zumindest vorübergehend- ernsthaft gestolpert. Auch wenn bis jetzt nicht viel passiert ist, gibt die Entwicklung ab Mittwoch Abend natürlich Bären neue Hoffnung. Wohl dem, der seine Short-Position besser getimet hat als ich. Aktuell sehe ich keine Notwendigkeit, die Position weiter zu reduzieren. Ein kurzer Spike im DAX auf 8.400 - 8.450 sollte für zusätzliche Shorts genutzt werden.
Freitag, 17. Mai 2013
20. bis 24. Mai
DIESE WOCHE Der DAX bleibt in Rekordlaune. Intraday gab es in der abgelaufenen Woche im Ansatz zaghafte Korrekturversuche, mit einsetzendem US-Handel beginnt dann aber wieder stets die nächste tägliche Kaufwelle. Die US-Indizes bleiben damit der stabile Motor der weltweiten Börsen-Hausse. Dabei überrascht die US-Berichtssaison tendentiell negativ durch eine überwiegend schwache Umsatzentwicklung bei den Blue-Chips (Shortfall in Revenues), die US-Konjunkturindikatoren zeichnen ebenfalls ein düsteres Bild - ohne das historisch einmalige Hilfsprogramm der FED wären die USA tief in der Rezession...so what? Dem gegenüber steht ein inzwischen historischer winning streak bei den US-Indizes. Ähnliches Bild in Europa: All-Time-Highs in zahlreichen Indizes trotz Rezession im Euro-Raum! Fazit: Die Börsen entkoppeln sich weiter von der Realwirtschaft, wir befinden uns per Definition in einer Spekulationsblase am Aktienmarkt.
MEINE STRATEGIE Im aktuellen Szenario einer sich aufblähenden Spekulationsblase mit volkswirtschaftlich-nüchternen Fakten zu argumentieren ist Unsinn. Intraday bin ich bereits zum Herdentier geworden und trade nahezu ausschließlich kurzfristige Long-Positionen mit ängstlich-engen Stop-Loss-Orders - auf diesem Niveau eigentlich krank, aber es funktioniert! Die P/L meines Positions-Buchs bleibt dafür tief im roten Bereich! Der Markt kann nach meiner Einschätzung jederzeit zu einer massiven Korrektur ansetzen oder eben auch einfach sinnlos weiter hoch laufen. Darum habe ich (gemäßigte) 30% meiner Short-Position mit Loss glattgestellt. Nächste Woche werde ich die Position weiter runterfahren.
MEINE STRATEGIE Im aktuellen Szenario einer sich aufblähenden Spekulationsblase mit volkswirtschaftlich-nüchternen Fakten zu argumentieren ist Unsinn. Intraday bin ich bereits zum Herdentier geworden und trade nahezu ausschließlich kurzfristige Long-Positionen mit ängstlich-engen Stop-Loss-Orders - auf diesem Niveau eigentlich krank, aber es funktioniert! Die P/L meines Positions-Buchs bleibt dafür tief im roten Bereich! Der Markt kann nach meiner Einschätzung jederzeit zu einer massiven Korrektur ansetzen oder eben auch einfach sinnlos weiter hoch laufen. Darum habe ich (gemäßigte) 30% meiner Short-Position mit Loss glattgestellt. Nächste Woche werde ich die Position weiter runterfahren.
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