DIESE WOCHE Dank der aggressiven Expansionspolitik von EZB und FED ist immer noch viel zu viel Liquidität in diesem Markt. Wie bereits letzte Woche von mir prognostiziert genügen folglich umsatzschwache Phasen um die Aktienindizes nach oben laufen zu lassen - für den DAX bedeutet das in der abgelaufenen Woche ein Kursplus von über fünf (!) Prozent. Angesichts eines unverändert risikobehafteten Umfelds ist das ein überaus respektables Ergebnis. Über die Art und Weise des Anstiegs kann man nur schmunzeln: Die zentralen Widerständen, den Marken von 7.000 und 7.200 Punkten, wurde im FDAX an der Eurex kein einziger Kontrakt getradet - sie wurden mittels Kursgap überwunden. Technisch unsauberer gehts nicht, aber was solls - schließlich gibt es ja keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Was in der Abrechnung zählt ist der Settlement-Wert von 7.310 zum Freitagsschluß - eine Woche zuvor hätten damit wohl die größten Optimisten nicht gerechnet. Jetzt liegt der DAX wieder in Lauerstellung auf die Jahreshöchststände. Sollten diese in den nächsten Tagen fallen, könnte es in den letzten Handelstagen in 2012 noch einmal richtig steil nach oben gehen, zumal die ab Mitte Dezember zu erwartende Umsatzschwäche erneut den Bulllen in die Karten spielen wird.
Die nächsten Handelstage bergen aber noch gehöriges Risiko: Die Verhandlungen um die nächste Tranche für Griechenland, neue US-Makro-News und das Gezerre um den US-Haushalt bleiben im Fokus der Märkte. Die größte Gefahr für die DAX-Bullen: Der Handel könnte wieder aktiver werden und die Umsätze wieder steigen, dann werden die Kurse mit Sicherheit wieder fallen!
MEINE STRATEGIE Meine Prognose von letzter Woche war in ihrer Tendenz richtig, mein angesagter Kurs-Korridor wurde aber bereits auf der Oberseite druchbrochen. In einem "normalen" Umfeld würde ich erwarten, daß wir die beiden Kurslücken um 7K und 7.200 noch einmal von oben in Angriff nehmen - aber was ist schon normal? Die Kombination aus Liquiditätsüberschuß und Umsatzschwäche sind ein gefährliches Umfeld für Bären und Realisten. Darum empfehle ich zunächst einmal, dieses muntere Treiben unpositioniert von Außen zu beobachten.
Dieser Blog gibt zu Beginn der Handelswoche einen "Insider"-Ausblick auf den Handelsverlauf des Deutschen Aktienindex (DAX). Der Autor ist seit 15 Jahren im Eigenhandel (Schwerpunkt Index-Derivate) für HedgeFunds und Handelshäuser tätig. Unter "Diese Woche" legt er dar welche Aspekte professionelle Trader in der anstehenden Börsenwoche im Focus haben. Unter "Meine Strategie" gibt der Autor Einblick in sein Handelsbuch. Wöchentliches Update bis spätestens Montag 10:00 Uhr.
Sonntag, 25. November 2012
Montag, 19. November 2012
19. bis 23. November
DIESE WOCHE ...in aller Kürze: Der DAX-Future gibt zum Freitagsschluß zum ersten mal seit September die 7K-Marke wieder ab und dennoch stehen die Vorzeichen für eine (zumindest zwischenzeitliche) Unterbrechung der aktuellen Schwächephase günstig. Die stark gebeutelten US-Indizes (Motor der laufenden Korrektur an den Aktienbörsen weltweit) zeigen gegen Ende der abgelaufenen Woche bereits glaubhafte Stabilisierungstendenzen und die zu erwartende Umsatzschwäche der anstehenden Thanksgiving-Woche dürfte erneut den Bullen in die Karten spielen. Der fundamentale Status Quo bleibt dabei unverändert negativ und bietet aus meiner Sicht das Potential für deutlich niedrigere Indexstände - ob wir diese aber noch in diesem Jahr sehen werden, wage ich zu bezweifeln.
MEINE STRATEGIE Wer bis jetzt an der laufenden Korrektur noch nichts verdient hat, der sollte jetzt nicht mehr auf den Zug aufspringen. Meine Szenarien bis zum Jahresende im Überblick:
(1) Das Abwärtsmomentum verschärft sich weiter. DAX fällt in den Bereich 6.300-6.500. 20 %
(2) Der Markt dreht wieder nach oben und nimmt erneut Fahrt auf - neue Jahreshochs. 20 %
(3) Im Wesentlichen wars das für dieses Jahr. Wir bewegen uns bis zum Jahresende in einem Korridor zwischen 6.850 und 7.200. 60 %
MEINE STRATEGIE Wer bis jetzt an der laufenden Korrektur noch nichts verdient hat, der sollte jetzt nicht mehr auf den Zug aufspringen. Meine Szenarien bis zum Jahresende im Überblick:
(1) Das Abwärtsmomentum verschärft sich weiter. DAX fällt in den Bereich 6.300-6.500. 20 %
(2) Der Markt dreht wieder nach oben und nimmt erneut Fahrt auf - neue Jahreshochs. 20 %
(3) Im Wesentlichen wars das für dieses Jahr. Wir bewegen uns bis zum Jahresende in einem Korridor zwischen 6.850 und 7.200. 60 %
Samstag, 10. November 2012
12. bis 16. November
DIESE WOCHE So schnell kanns gehn: Am Mittwochmorgen hatte der DAX noch sein Jahreshoch im Visier, nur 48 Stunden später gerät kurzzeitig die 7K-Marke in Gefahr. Damit ist der vorerst dritte Anlauf das Level von 7.400 Punkten nachhaltig zu überschreiten gescheitert. Positiv: Der Bereich über 7K zeigt sich als solide Unterstützungszone und die relative Stärke des DAX im internationalen Vergleich hat weiterhin Bestand. Insbesondere in den USA kamen die Indizes in der abgelaufenen Woche schwer unter die Räder. Das drohende "Fiscal Cliff", im letzten Jahr aus der Not geboren, hängt jetzt wie ein Damokles-Schwert über den US-Börsen - und das völlig zurecht! Denn selbst wenn man ein positives Szenario unterstellt, in dem sich die US-Politiker in den kommenden Wochen auf einen vorübergehenden Haushalts-Kompromiß einigen können, wird das strukturelle Problem der fatal aud dem Ruder gelaufenen US-Staatsverschuldung die Märkte in den kommenden Monaten und Jahren beschäftigen. Diese unschöne Aussicht belastet die US-Börsen: An der Nasdaq ist die Apple-Blase zwar noch nicht geplatzt, aber zumindest angestochen: Die Aktie ist binnen weniger Wochen von ihren Phantasie-Hochs über 700us$ um knapp 200us$ gefallen - das ist in der Tat ein kräftiger Einbruch. Viele Analysten raten jetzt wieder zum Einstieg und kurzfristig kann das vielleicht die richtige Strategie sein - ich gebe aber zu bedenken, daß der Eröffnungskurs der Aktie in diesem Jahr bei 409us$ notierte, ca. 30% unter dem aktuellen Kursniveau.
In Europa rückt das leidige Thema Griechenland wieder in den Fokus. Das Land hangelt sich von einer Hilfs-Tranche zur nächsten, Solidarität und Geduld vieler europäischer Partner schwinden. Im Frühsommer hatte ich mich in diesem Blog mit der Prognose, das Land werde Mitte 2013 nicht mehr zum Euro-Raum gehören, weit aus dem Fenster gelehnt. Zwischenzeitlich strafte die von der EZB neugeschaffene Finanzrealität mich Lügen, in diesen Tagen scheint mein Szenario aber wieder realistisch zu werden.
MEINE STRATEGIE In Anbetracht der zurückgekehrten Risikoaversion behauptet sich der DAX trotz seiner scharfen Korrektur zu Wochenschluß weiter sehr stabil. Seit Anfang September gilt: Kaufe unter 7.200, Shorte über 7.400. Wer diesem Muster traut, sollte seit Freitag Long positioniert sein - ich traue diesem Muster nicht! Meine Outright Short-Positionen im DAX-Future habe ich zwar am Freitag vollständig glattgestellt, ich halte aber weiterhin meine Short-Position in DAX-Calls Laufzeit Dezember und gehe davon aus, daß die von mir verkauften Optionen am Verfalltag mit Null ausgebucht werden.
In Europa rückt das leidige Thema Griechenland wieder in den Fokus. Das Land hangelt sich von einer Hilfs-Tranche zur nächsten, Solidarität und Geduld vieler europäischer Partner schwinden. Im Frühsommer hatte ich mich in diesem Blog mit der Prognose, das Land werde Mitte 2013 nicht mehr zum Euro-Raum gehören, weit aus dem Fenster gelehnt. Zwischenzeitlich strafte die von der EZB neugeschaffene Finanzrealität mich Lügen, in diesen Tagen scheint mein Szenario aber wieder realistisch zu werden.
MEINE STRATEGIE In Anbetracht der zurückgekehrten Risikoaversion behauptet sich der DAX trotz seiner scharfen Korrektur zu Wochenschluß weiter sehr stabil. Seit Anfang September gilt: Kaufe unter 7.200, Shorte über 7.400. Wer diesem Muster traut, sollte seit Freitag Long positioniert sein - ich traue diesem Muster nicht! Meine Outright Short-Positionen im DAX-Future habe ich zwar am Freitag vollständig glattgestellt, ich halte aber weiterhin meine Short-Position in DAX-Calls Laufzeit Dezember und gehe davon aus, daß die von mir verkauften Optionen am Verfalltag mit Null ausgebucht werden.
Freitag, 2. November 2012
05. bis 09. November
DIESE WOCHE Der Handel am deutschen Aktienmarkt und an der Eurex hat eine der umsatzschwächsten Wochen seit Jahren hinter sich und das spielt den Bullen in die Karten, denn im Moment gilt: Je schwächer die Umsätze desto höher laufen die Kurse. Bereits minimale Orders genügen, um am Terminmarkt den FDAX nach oben squeezen zu lassen. In diesem halbseidenen Umfeld behauptet der DAX seine relative Stärke im internationalen Umfeld - angesichts der guten strategischen Positionierung der deutschen Blue Chips ist diese Wertschätzung durchaus begründet. Langfristig werden aber auch die deutschen Unternehmen in einem Umfeld schwächelnder Weltkonjunktur hart zu kämpfen haben.
Der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag (einer der wenigen Höhepunkte der abgelaufenen Woche) liefert indes keine neuen Erkenntnisse: Die neugeschaffenen Stellen überraschen auf den ersten Blick positiv, unter Berücksichtigung des `Birth-Death-Adjustments` bleibt die Zahl jedoch letztlich hinter den Erwartungen zurück. Die Arbeitslosenrate steigt wieder marginal und somit ist völlig offen, inwieweit der Bericht dem Präsidenten für seine Wiederwahl am Dienstag nützlich sein kann. MEIN FAZIT: Die FED fackelt seit Monaten das historisch größte Expansionsprogramm ihrer Geschichte ab - vor diesem Hintergrund ist der Status Quo am US-Arbeitsmarkt bedrückend, die Maßnahmen verpuffen weitgehend!
MEINE STRATEGIE Angesichts der extrem schwachen Umsatztätigkeit entbehren die Kursbewegungen der abgelaufenen Woche an Aussagekraft. Das übergeordnete Bild zeigt nach meinem Urteil weiterhin auf eine Seitwärts-Korrrektur mit Abwärtspotential unter 7K als wahrscheinlichstes Szenario.
Der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag (einer der wenigen Höhepunkte der abgelaufenen Woche) liefert indes keine neuen Erkenntnisse: Die neugeschaffenen Stellen überraschen auf den ersten Blick positiv, unter Berücksichtigung des `Birth-Death-Adjustments` bleibt die Zahl jedoch letztlich hinter den Erwartungen zurück. Die Arbeitslosenrate steigt wieder marginal und somit ist völlig offen, inwieweit der Bericht dem Präsidenten für seine Wiederwahl am Dienstag nützlich sein kann. MEIN FAZIT: Die FED fackelt seit Monaten das historisch größte Expansionsprogramm ihrer Geschichte ab - vor diesem Hintergrund ist der Status Quo am US-Arbeitsmarkt bedrückend, die Maßnahmen verpuffen weitgehend!
MEINE STRATEGIE Angesichts der extrem schwachen Umsatztätigkeit entbehren die Kursbewegungen der abgelaufenen Woche an Aussagekraft. Das übergeordnete Bild zeigt nach meinem Urteil weiterhin auf eine Seitwärts-Korrrektur mit Abwärtspotential unter 7K als wahrscheinlichstes Szenario.
Samstag, 27. Oktober 2012
29.10. bis 02.11.
DIESE WOCHE Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl steht an den Aktienmärkten ein wichtigeres Thema im Fokus: Die Gewinne der Blue Chips in den USA und Europa knicken ein. Insbesondere im US-Techsektor kehrt Ernüchterung ein. Die einstigen Lieblinge Apple, Google und Amazon schockierten in den letzten Tagen mit ihren Quartalsberichten. In Europa bleiben die Banken der Peripherieländer das größte Pulverfaß, aber auch die Automobilindustrie hat zu kämpfen - die Absatzzahlen brechen ein, für 2013 werden die niedrigsten Neuwagenverkäufe seit 20 Jahren prognostiziert, der Rabatt-Krieg zwischen den Herstellern hat bereits begonnen. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Lage verschärfen so steht für Konzerne wie Peugeot, deren hauseigene Bank bereits jetzt mit Milliarden-Hilfen subventioniert werden muß, bereits die Existenz auf dem Spiel.
Folgerichtig gehen die Aktienindizes weltweit nach ihrer Sommer-Ralley in einen Konsolidierungsmodus über. Der DAX präsentiert dabei relative Stärke und handelt zum Freitags-Schluß moderate 3 Prozent unter seinem Verlaufshoch, die US-Indizes hat es deutlich härter getroffen. Die nächsten Handelstage haben es noch einmal in sich: Die Berichtssaison läuft weiter, maßgebliche Konjunkturdaten stehen zur Veröffentlichung an (u.a. US-Payrolls am Freitag) und der europäischen Politik fliegt die ökonomische Realität der Krisenländer um die Ohren: Griechenland benötigt (surprise, surprise!) wohl doch ein paar Milliarden mehr als gedacht, Spaniens Konjunkturdaten unterbieten sich immer wieder aufs Neue und die EZB hat bereits mehr Pulver verschoßen als ihr zu stand. Ab kommenden Donnerstag tritt der Short-Selling-Ban auf europäische CDS-Kontrakte in Kraft. Eine Short-Position auf den Euro wäre ein (zugegeben undifferenzierter) äquivalenter Hedge - dieser Trade käme passend zu einer Fortsetzung der Korrektur am Aktienmarkt.
MEINE STRATEGIE Anfang Oktober hatte ich zwei alternative Szenarien in Aussicht gestellt: (1) eine sofortige Marktkorrektur oder (2) die Fortsetzung der Liquiditätshausse bis Anfang 2013. Aktuell befinden wir uns mitten in Szenario 1, die entscheidende Frage ist: Wars das oder waren die letzten beiden Wochen nur der Anfang? Meine Alternativ-Szenarien für die kommenden Wochen:
(1) Die Rückkehr der Vernunft läuft in den kommenden Tagen aus und der Markt setzt zur Jahresendralley an 15 %
(2) Die Indizes korrigieren auf hohem Niveau seitwärts - schlechte Fundamental-News und Liquiditätsschwemme halten sich die Waage 60 %
(3) Die Mischung aus schlechten Unternehmensnachrichten und bedenklichen Makro-News wird an den Aktienmärkten implementiert - ein schwarzer November mit deutlichen Kursabschlägen über 10% steht bevor 25 %
FAZIT: Die in den letzten Tagen eingehenden Nachrichten von Unternehmens- und Konjunkturseite unterbieten alle Prognosen. Eine baldige Rückkehr des aggressiven Aufwärtsmomentums an den Aktienmärkten halte ich darum für sehr unwahrscheinlich. Meine US-Shorts sind dennoch aktuell vollständig glattgestellt - alle Minimal-Korrekturziele wurden sauber erreicht. Trotz seiner realativen Stärke sehe ich beim DAX Nachholbedarf nach unten, darum halte ich eine überschaubare Short-Position auf den FDAX sowie meine geshorteten Calls. Wer aktuell unpositioniert ist, dem empfehle ich die Eröffnung von Stillhalter-Positionen in DAX-CALLS Laufzeit Dezember.
Folgerichtig gehen die Aktienindizes weltweit nach ihrer Sommer-Ralley in einen Konsolidierungsmodus über. Der DAX präsentiert dabei relative Stärke und handelt zum Freitags-Schluß moderate 3 Prozent unter seinem Verlaufshoch, die US-Indizes hat es deutlich härter getroffen. Die nächsten Handelstage haben es noch einmal in sich: Die Berichtssaison läuft weiter, maßgebliche Konjunkturdaten stehen zur Veröffentlichung an (u.a. US-Payrolls am Freitag) und der europäischen Politik fliegt die ökonomische Realität der Krisenländer um die Ohren: Griechenland benötigt (surprise, surprise!) wohl doch ein paar Milliarden mehr als gedacht, Spaniens Konjunkturdaten unterbieten sich immer wieder aufs Neue und die EZB hat bereits mehr Pulver verschoßen als ihr zu stand. Ab kommenden Donnerstag tritt der Short-Selling-Ban auf europäische CDS-Kontrakte in Kraft. Eine Short-Position auf den Euro wäre ein (zugegeben undifferenzierter) äquivalenter Hedge - dieser Trade käme passend zu einer Fortsetzung der Korrektur am Aktienmarkt.
MEINE STRATEGIE Anfang Oktober hatte ich zwei alternative Szenarien in Aussicht gestellt: (1) eine sofortige Marktkorrektur oder (2) die Fortsetzung der Liquiditätshausse bis Anfang 2013. Aktuell befinden wir uns mitten in Szenario 1, die entscheidende Frage ist: Wars das oder waren die letzten beiden Wochen nur der Anfang? Meine Alternativ-Szenarien für die kommenden Wochen:
(1) Die Rückkehr der Vernunft läuft in den kommenden Tagen aus und der Markt setzt zur Jahresendralley an 15 %
(2) Die Indizes korrigieren auf hohem Niveau seitwärts - schlechte Fundamental-News und Liquiditätsschwemme halten sich die Waage 60 %
(3) Die Mischung aus schlechten Unternehmensnachrichten und bedenklichen Makro-News wird an den Aktienmärkten implementiert - ein schwarzer November mit deutlichen Kursabschlägen über 10% steht bevor 25 %
FAZIT: Die in den letzten Tagen eingehenden Nachrichten von Unternehmens- und Konjunkturseite unterbieten alle Prognosen. Eine baldige Rückkehr des aggressiven Aufwärtsmomentums an den Aktienmärkten halte ich darum für sehr unwahrscheinlich. Meine US-Shorts sind dennoch aktuell vollständig glattgestellt - alle Minimal-Korrekturziele wurden sauber erreicht. Trotz seiner realativen Stärke sehe ich beim DAX Nachholbedarf nach unten, darum halte ich eine überschaubare Short-Position auf den FDAX sowie meine geshorteten Calls. Wer aktuell unpositioniert ist, dem empfehle ich die Eröffnung von Stillhalter-Positionen in DAX-CALLS Laufzeit Dezember.
Sonntag, 21. Oktober 2012
22. bis 26.Oktober
DIESE WOCHE Der Handelsverlauf der letzten 5 Tage ist charakteristisch für das Börsenjahr 2012: Lethargie und Umsatzschwäche spielen den Bullen in die Karten und begleiten die Aktienindizes auf ihrem steten Anstieg nach oben. Der Markt ist von den Notenbanken mit Liquidität vollgepumpt und so treibt die Abstinenz intelligenter Investment-Alternativen das Geld weiter in Aktien. Die Fautsformel für 2012 "je umsatzschwächer ein Handelstag, desto höher sein Schlußkurs" ist weiterhin gültig und das könnte bis zum Jahresende so bleiben. An den Future-Märkten bleiben die Allgorithmen weitgehend unter sich. Sollte sich dieser Trend in den nächsten Wochen verselbstständigen, bleibt die Jahresendralley auf über 8K Punkte im DAX ein mögliches Szenario.
Dabei lieferte das fundamentale Umfeld auch in der abgelaufenen Woche wieder ein anderes Bild: Die US-Quartalsberichte zeigen, daß die US-Unternehmen im Umfeld global schwächelnder Konjunktur zu kämpfen haben - ihre Gewinne schmelzen, ihre Umsätze sind rückläufig und ihre Prognosen für die Zukunft bleiben verhalten bis pessimistisch. Besonders negativ präsentieren sich die Unternehmen aus dem Technologiesektor, positive Ausnahme hingegen bleiben die Banken - sie profitieren vom Geldsegen der FED. Treffendes Statement eines US-Analysten dieser Tage: "It’s the Bernanke Santa stocking.”
Zusätzlich bleibt die Euro-Krise weiterhin als große Unbekannte in der Gleichung erhalten. Zwar setzen die Märkte aktuell konstant auf Krisenentschärfung (in den Bond-Portfolios werden deutsche Anleihen zumindest in kleinem Rahmen wieder durch spanische und italienische ersetzt).
Aber: Alle bislang als Lösung präsentierten Ansätze -sei es von Seiten der EZB oder der Politik- beschränken sich auf die Symptome der Krise. Lediglich die Pro-Euro-Rhetorik wird von Seiten der EZB und der Politik (inzwischen auch der deutschen) immer aggressiver. Für mich verblüffend: Obwohl die strukturellen Ursachen der Krise unangetastet schärfer werden, zeigt diese Strategie in Bezug auf die Anleiherenditen der Peripherie-Staaten Europas bislang spürbare Wirkung. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe: Entweder die Investoren lassen sich blenden (unwahrscheinlich) oder sie bauen darauf, daß die EZB letztlich bereit ist, das Risiko aller Staatsanleihenportfolios Europas zu übernehmen.
MEINE STRATEGIE Trotz aller Euphorie kehrte am Freitag zumindest an der Wallstreet Realismus in den Handel ein. Entsprechend habe ich meine DAX-Short-Position wieder etwas erhöht. Ca. ein Drittel meiner Gesamt-Short-Position über Index-Futures Europas und der USA sind noch offen. Ich sehe gute Chancen, daß sich die WallStreet-Schwäche von Freitag nächste Woche fortsetzen wird. Erstes Kursziel im FDAX weiter bei 6.900.
Dabei lieferte das fundamentale Umfeld auch in der abgelaufenen Woche wieder ein anderes Bild: Die US-Quartalsberichte zeigen, daß die US-Unternehmen im Umfeld global schwächelnder Konjunktur zu kämpfen haben - ihre Gewinne schmelzen, ihre Umsätze sind rückläufig und ihre Prognosen für die Zukunft bleiben verhalten bis pessimistisch. Besonders negativ präsentieren sich die Unternehmen aus dem Technologiesektor, positive Ausnahme hingegen bleiben die Banken - sie profitieren vom Geldsegen der FED. Treffendes Statement eines US-Analysten dieser Tage: "It’s the Bernanke Santa stocking.”
Zusätzlich bleibt die Euro-Krise weiterhin als große Unbekannte in der Gleichung erhalten. Zwar setzen die Märkte aktuell konstant auf Krisenentschärfung (in den Bond-Portfolios werden deutsche Anleihen zumindest in kleinem Rahmen wieder durch spanische und italienische ersetzt).
Aber: Alle bislang als Lösung präsentierten Ansätze -sei es von Seiten der EZB oder der Politik- beschränken sich auf die Symptome der Krise. Lediglich die Pro-Euro-Rhetorik wird von Seiten der EZB und der Politik (inzwischen auch der deutschen) immer aggressiver. Für mich verblüffend: Obwohl die strukturellen Ursachen der Krise unangetastet schärfer werden, zeigt diese Strategie in Bezug auf die Anleiherenditen der Peripherie-Staaten Europas bislang spürbare Wirkung. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe: Entweder die Investoren lassen sich blenden (unwahrscheinlich) oder sie bauen darauf, daß die EZB letztlich bereit ist, das Risiko aller Staatsanleihenportfolios Europas zu übernehmen.
MEINE STRATEGIE Trotz aller Euphorie kehrte am Freitag zumindest an der Wallstreet Realismus in den Handel ein. Entsprechend habe ich meine DAX-Short-Position wieder etwas erhöht. Ca. ein Drittel meiner Gesamt-Short-Position über Index-Futures Europas und der USA sind noch offen. Ich sehe gute Chancen, daß sich die WallStreet-Schwäche von Freitag nächste Woche fortsetzen wird. Erstes Kursziel im FDAX weiter bei 6.900.
Sonntag, 14. Oktober 2012
15. bis 19. Oktober
DIESE WOCHE In der anlaufenden Quartals-Berichts-Saison in den USA scheint sich bereits nach wenigen Tagen ein erster Trend abzuzeichnen: Die US-Unternehmen kämpfen en gros mit fallenden Gewinnmargen und enttäuschen in der Mehrzahl mit ihrem Ausblick über die Folgequartale. Der Finanzsektor hingegen könnte für positive Überraschungen sorgen. Dank hierfür von Seiten der Banken gilt erneut Ben Bernanke, der mit seinem historischen Hypothekenkaufprogramm selbst das miserabelste Finanz-Geschäftmodell wieder glänzen läßt. Chapeaux! Die aktive Subventionierung des Finanzsektors bleibt also mit Erfolg ganz oben auf der Agenda US-amerikanischer Geldpolititk. Neu: Seit dem Amtsantritt Mario Draghi`s gilt dies auch für Europa - die Bilanz der EZB ist bereits voll von Risiken, die einst mit Naivität und Leichtsinn von europäischen Geschäftsbanken eingegangen und dann von der EZB übernommen wurden. Die Bereitschaft, dieses Risiko massiv weiter zu erhöhen, wird von Seiten der EZB aktuell nahezu täglich beteuert. Die zur Schau gestellte Anti-Banken-Rhetorik vieler Politiker wirkt angesichts dieser Strategie wie der blanke Hohn.
Der anhaltenden Liquiditäts-Schwemme zum Trotz scheinen die Aktienindizes weltweit ihr positives Momentum nach und nach zu verlieren. Zwar konnten einige Konjunkturdaten in der letzten Woche sogar positiv überraschen, die Angst vor weiter schwächelnden Unternehmensergebnissen lähmt aber die Euphorie der Anleger. Dennoch reicht die zurückgekehrte Investoren-Skepsis bislang nicht aus, um den Aktienmarkt in eine wirkliche Korrektur zu schicken. So konsolidiert der DAX lediglich auf sehr hohem Niveau - und selbst dieser gemäßigte Rücksetzer könnte bereits durch 1 bis 2 starke Handelstage wieder zunichte gemacht werden. Für Bären bleibt also Vorsicht das oberste Gebot!
MEINE STRATEGIE Der Markt schwächelt, trotzdem läuft diese Korrektur deutlich milder als von mir erwartet. Ende September hatte ich Short-Positionen quer über alle Indizes und ausgewählte Einzelwerte (Apple Inc.) Europas und der USA eröffnet. In der letzten Woche habe ich wie angekündigt meine Gewinne teilrealisiert bzw. meine Shorts Tag für Tag abgespeckt. Meine Apple-Short-Position ist flat, ich traue der Aktie aber in den nächsten 6-9 Monaten einen Rücksetzer auf weit unter 500USD zu. Erfreulicherweise liegen sogar meine Anfang September geshorteten DAX-Calls Basis 7K Laufzeit DEZ12 (wurde von mir gepostet) dank ihres Zeitwertverlusts wieder unter meinem Verkaufspreis.
Mein Korrekturziel im FDAX bleibt der Bereich um 6.900 Punkte. Ich bleibe aber vorsichtig und achte auf die Zeitkomponente. Jeder Tag, den wir uns auf diesem hohen Niveau halten, macht eine Jahresendralley wahrscheinlicher. Darum werde ich meine Short-Position über die kommenden 5-10 Handelstage sukzessive auflösen.
Der anhaltenden Liquiditäts-Schwemme zum Trotz scheinen die Aktienindizes weltweit ihr positives Momentum nach und nach zu verlieren. Zwar konnten einige Konjunkturdaten in der letzten Woche sogar positiv überraschen, die Angst vor weiter schwächelnden Unternehmensergebnissen lähmt aber die Euphorie der Anleger. Dennoch reicht die zurückgekehrte Investoren-Skepsis bislang nicht aus, um den Aktienmarkt in eine wirkliche Korrektur zu schicken. So konsolidiert der DAX lediglich auf sehr hohem Niveau - und selbst dieser gemäßigte Rücksetzer könnte bereits durch 1 bis 2 starke Handelstage wieder zunichte gemacht werden. Für Bären bleibt also Vorsicht das oberste Gebot!
MEINE STRATEGIE Der Markt schwächelt, trotzdem läuft diese Korrektur deutlich milder als von mir erwartet. Ende September hatte ich Short-Positionen quer über alle Indizes und ausgewählte Einzelwerte (Apple Inc.) Europas und der USA eröffnet. In der letzten Woche habe ich wie angekündigt meine Gewinne teilrealisiert bzw. meine Shorts Tag für Tag abgespeckt. Meine Apple-Short-Position ist flat, ich traue der Aktie aber in den nächsten 6-9 Monaten einen Rücksetzer auf weit unter 500USD zu. Erfreulicherweise liegen sogar meine Anfang September geshorteten DAX-Calls Basis 7K Laufzeit DEZ12 (wurde von mir gepostet) dank ihres Zeitwertverlusts wieder unter meinem Verkaufspreis.
Mein Korrekturziel im FDAX bleibt der Bereich um 6.900 Punkte. Ich bleibe aber vorsichtig und achte auf die Zeitkomponente. Jeder Tag, den wir uns auf diesem hohen Niveau halten, macht eine Jahresendralley wahrscheinlicher. Darum werde ich meine Short-Position über die kommenden 5-10 Handelstage sukzessive auflösen.
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