DIESE WOCHE Die US-Indizes starten das Börsenjahr 2013 bis jetzt mit einem beeindruckenden "winning streak". Die
auslaufende Berichtssaison zeigt, daß die Gewinne der US-Unternehmen im 4en Quartal wieder besser gelaufen sind als von Analysten erwartet und v.a. besser als im katastrophalen Vorquartal. Auf der Makro-Ebene hingegen zeichnet sich ein düsteres Bild: Der für die Binnenkonjunktur maßgebliche Arbeitsmarkt stagniert seit Jahren auf schlechtem Niveau und das BIP der USA ist im letzten Quartal sogar um 0,1 Prozent geschrumpft, diverse Konjunkturindikatoren zeichnen ein gemischtes Bild, verweisen aber keineswegs auf einen sicheren Konjunkturaufschwung. Mit anderen Worten: Die US-Wirtschaft kommt nicht in Fahrt obwohl sie von der FED seit Jahren mit Geld geflutet wird. Die Notenbank-Maßnahmen verpuffen oder sie verhindern lediglich das Abrutschen in eine tiefe Rezession. Immerhin sind inflationäre Auswirkungen der riskanten Geldpolitik bis jetzt nur bei Asset-Preisen zu erkennen. Fazit: Der Status Quo der US-Wirtschaft widerspricht dem Blick auf die Kurstafeln der US-Börsen dieser Tage. An der Wall Street wird der Status Quo unsinnigerweise als Best-Case-Szenario gefeiert. Es hagelt beinahe täglich neue Multi-Year-Highs in den führenden Indizes und glaubt man Trading-Desks, so steht noch eine Großzahl potentieller Investoren an der Seitenlinie - sehnsüchtig auf eine Gelegenheit zum Einstieg wartend. Aktuell verläuft die Hausse an der Wall Street in "Baby-Steps":...in kleinen Schritten unter schwachem Volumen. Sollte es dem DowJones gelingen diese Struktur zu durchbrechen und die 14K Marke unter starkem Volumen deutlich hinter sich zu lassen, dann würde an den US-Märkten wohl die letzte Zurückhaltung fallen. Die Bernanke-Bubble nimmt langsam gefährliche Ausmaße an!
Im Sog der US-Hausse schienen die europäischen Börsen zu Beginn der Woche wieder steil nach oben zu laufen, der Wochenausklang zeigt aber ein anderes Bild: Europas Aktienmärkte und der DAX bleiben nervös. Sollte die Unterstützung aus den USA wegfallen, droht ein beschleunigter Absturz.
MEINE STRATEGIE Fundamentaldaten nehmen nur vereinzelt Einfluß auf die Kurse - keine untypische Konstellation zu Beginn eines Handelsjahres. Fest steht: Ohne Nervosität in den USA wird sich auch im DAX mittelfristig keine Nervosität im Markt halten können. Mein `Big Picture` zum jetzigen Zeitpunkt:
Szenario 1: Die Hausse läuft in den nächsten Wochen weiter, mit neuen All-Time-Highs in DAX und Dow Jones. Dieses Szenario würde aus meiner Sicht einen crash-ähnlichen Absturz im Spätsommer nach sich ziehen.
Szenario 2: Die Märkte besinnen sich auf die Fakten und bröckeln vom jetzigen Niveau über mehrere Monate ab. Dieses Szenario würde einen nachhaltigen Anstieg zum späteren Zeitpunkt begünstigen und sollte somit von Bullen, trotz der vorübergehend anstehenden Schwächephase, favorisiert werden. Ich halte diese Variante für wahrscheinlicher, die Expansionswut der Notenbanken bleibt aber ein Unsicherheitsfaktor.
FAZIT: Die aktuellen Niveaus sollten gegen den Trend für Short-Positionen genutzt werden!
Dieser Blog gibt zu Beginn der Handelswoche einen "Insider"-Ausblick auf den Handelsverlauf des Deutschen Aktienindex (DAX). Der Autor ist seit 15 Jahren im Eigenhandel (Schwerpunkt Index-Derivate) für HedgeFunds und Handelshäuser tätig. Unter "Diese Woche" legt er dar welche Aspekte professionelle Trader in der anstehenden Börsenwoche im Focus haben. Unter "Meine Strategie" gibt der Autor Einblick in sein Handelsbuch. Wöchentliches Update bis spätestens Montag 10:00 Uhr.
Freitag, 15. Februar 2013
Samstag, 9. Februar 2013
11. bis 15. Februar
DIESE WOCHE Die Zinsen für Italien und Spanien steigen wieder und bringen damit ein Stück Realitäts-Sinn zurück an die Börsen, denn die Struktur-Krise in der Euro-Peripherie ist genauso verfahren wie vor 12 Monaten. Dank der EZB-Liquiditätsspritze in Höhe von einer Billionen Euro zu Beginn des Jahres 2012 sowie der fortlaufenden Absichtserklärungen Mario Draghis und europäischer Regierungscheffs, den Euro und jedes Mitgliedsland um jeden Preis zu halten, konnten die Neuverschuldungskosten in der Euro-Peripherie in den letzten Monaten massiv gesenkt werden. Damit war ein Sypmtom der Krise effektiv bekämpft, die strukturellen Ursachen blieben aber unangetastet. Letztendlich scheinen sich die Märkte jetzt wieder auf die nakten Fakten zu besinnen und die zeigen: Spanien, Italien, Portugal und v.a. Griechenland stecken tief in der Rezession bei parallel ausufernden Fiskaldefiziten.
Die Re-Fokussierung auf Europa sorgt für frische Nervosität an Europas Anleihe- und Aktienmärkten. Eurostoxx und DAX gehen nach ihrer aggressiven Ralley in eine Korrektur über - mehr ist aber bis jetzt nicht passiert. Ein Blick auf den 12-Monats-Chart relativiert den "Absturz" der letzten Woche. Nach den eher gemütlichen Korrektur-Phasen des letzten Jahres überrascht aber das aggressive Momentum der Bewegung. Dieses Muster wird uns für die nächsten Wochen erhalten bleiben: Aufwärtsbewegungen verlaufen stetig aber verhalten, nach unten geht es schnell und aggressiv!
MEINE STRATEGIE Die Märkte bleiben für mich schwer zu lesen. Nachrichten, die an einem Tag völlig ignoriert werden, können am Folgetag Panik auslösen. Die Korrelation zwischen den führenden Aktienindizes weltweit ist unsinnigerweise vorübergehend komplett ausgesetzt: Während der Nikkei-Index am Mittwoch fast 4% zulegt, geben Europas Börsen am selben Tag nahezu 2% ab. Unbeeindruckt vom Rest der Welt und die eigenen Probleme konsequent ignorierend laufen die US-Indizes stetig nach oben.
Fazit: Meine Korrektur-Ziele im DAX sind sauber erreicht worden, der von mir letzte Woche empfohlene Stop bei 7.750 war sinnvoll. Chance aber auch Gefahr droht von Seiten der Wall Street: Die Bernanke-Hausse ist sehr stabil und könnte auch Europas Börsen wieder zurück in die Spur Richtung All-Time-Highs führen. Aber: Trotz aller Pseudo-Stabilität sind die US-Indizes völlig überkauft und werden irgendwann in den nächsten Wochen kippen. Das Rückschlagspotential im S&P sehe ich bei 25%, getriggert werden könnte die Korrektur durch den schwelenden Haushaltsstreit oder Bonitätsabstufungen. In diesem Szenario steht der DAX weit unter 7K.
Die Re-Fokussierung auf Europa sorgt für frische Nervosität an Europas Anleihe- und Aktienmärkten. Eurostoxx und DAX gehen nach ihrer aggressiven Ralley in eine Korrektur über - mehr ist aber bis jetzt nicht passiert. Ein Blick auf den 12-Monats-Chart relativiert den "Absturz" der letzten Woche. Nach den eher gemütlichen Korrektur-Phasen des letzten Jahres überrascht aber das aggressive Momentum der Bewegung. Dieses Muster wird uns für die nächsten Wochen erhalten bleiben: Aufwärtsbewegungen verlaufen stetig aber verhalten, nach unten geht es schnell und aggressiv!
MEINE STRATEGIE Die Märkte bleiben für mich schwer zu lesen. Nachrichten, die an einem Tag völlig ignoriert werden, können am Folgetag Panik auslösen. Die Korrelation zwischen den führenden Aktienindizes weltweit ist unsinnigerweise vorübergehend komplett ausgesetzt: Während der Nikkei-Index am Mittwoch fast 4% zulegt, geben Europas Börsen am selben Tag nahezu 2% ab. Unbeeindruckt vom Rest der Welt und die eigenen Probleme konsequent ignorierend laufen die US-Indizes stetig nach oben.
Fazit: Meine Korrektur-Ziele im DAX sind sauber erreicht worden, der von mir letzte Woche empfohlene Stop bei 7.750 war sinnvoll. Chance aber auch Gefahr droht von Seiten der Wall Street: Die Bernanke-Hausse ist sehr stabil und könnte auch Europas Börsen wieder zurück in die Spur Richtung All-Time-Highs führen. Aber: Trotz aller Pseudo-Stabilität sind die US-Indizes völlig überkauft und werden irgendwann in den nächsten Wochen kippen. Das Rückschlagspotential im S&P sehe ich bei 25%, getriggert werden könnte die Korrektur durch den schwelenden Haushaltsstreit oder Bonitätsabstufungen. In diesem Szenario steht der DAX weit unter 7K.
Freitag, 1. Februar 2013
04. bis 08. Februar
DIESE WOCHE Auch in der abgelaufenen Woche bleiben die Kapitalmärkte von der Geldpolitik dominiert: Unternehmensergebnisse beeinflußen die Kurse nur in Nuancen, Makro-Daten werden lediglich in ihrer Relevanz auf geldpolitische Entscheidungen bewertet - die Frage, die wirklich zählt, lautet: `Wer pumpt wann wieviel frisches Geld in die Märkte?`
Im Expansions-Wettstreit der Notenbanken hat die US-Notenbank wieder die Nase vorn: Während das FED-Statement vom Mittwoch eine unbegrenzte Fortsetzung des monatlichen Anleihekaufprogramms in Aussicht stellt, beschränkt sich die EZB seit Monaten auf vollmundige Rhetorik. Die nakten Zahlen zeigen aber: Die EZB hat ihr Anlagevermögen seit Mitte 2012 um 5% reduziert - das AV der FED ist im selben Zeitraum um 5% gestiegen. Mit anderen Worten: Die EZB-Strategie dieser Tage lautet `große Klappe - nix dahinter` während die FED (unter vollem Risiko und ohne Rücksicht auf Inflation) das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt hält. Als bizarrer Auswuchs dieser Entwicklung steigt der Euro trotz ungebremster Struktur-Krise in der Euro-Peripherie gegen den schwächelnden US-Dollar in den letzten Tagen massiv an. Die gängige Interpretation nahezu aller Börsenkommentatoren und erschreckend vieler Devisenanalysten, der Euro würde gegen den USD steigen, weil durch die Abschwächung der Euro-Krise zuvor abgezogenes Geld in den EuroRaum zurückfließt, ist kompletter Unsinn! Vielmehr wird an den Märkten aktuell darauf spekuliert, daß der EZB letzlich die Geldwertstabilität (entgegen aller großen Sprüche) doch wichtiger sein wird als der FED. Es geht also nicht um erneuertes Vertrauen in Europa sondern lediglich um Zweifel am Expansionswillen der EZB. Diese Einschätzung könnte schon bald zum Problem für exportorientierte europäische Unternehmen werden - über 1,40 EUR/USD (3 Big Figures über dem aktuellen Kurs) wäre die erste Schmerzgrenze erreicht. Vor diesem Hintergrund darf man auf die Sitzung der EZB am kommenden Donnerstag gespannt sein: Wird der globale, geldpolitische Expansions-Irrsinn von Mario Draghi verschärft um im "Währungskrieg" mithalten zu können? Es steht für die EZB viel auf dem Spiel: Der Zins-Spread zwischen den Core- und Peripherieländern der Eurozone steigt seit dieser Woche wieder marginal an - die waghalsige Billionen-Spritze der EZB zu Beginn des letzten Jahres scheint bereits zu verpuffen!
MEINE STRATEGIE Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten ist voll intakt und nur wenig spricht aktuell für eine Trendumkehr. Aber: Das Fundament der Hausse bleibt sehr labil. Sollte die EZB am Donnerstag die Märkte enttäuschen und die Zinsen Spaniens und Italiens damit wieder nach oben schicken, sehe ich für DAX-Bären eine reelle Chance. Ansonsten wird die Ralley den DAX in den nächsten Wochen auf neue All Time Highs führen. Reißleine für Short-Positionen spätestens bei 7.930, Long-Positionen bei 7.750 absichern.
Im Expansions-Wettstreit der Notenbanken hat die US-Notenbank wieder die Nase vorn: Während das FED-Statement vom Mittwoch eine unbegrenzte Fortsetzung des monatlichen Anleihekaufprogramms in Aussicht stellt, beschränkt sich die EZB seit Monaten auf vollmundige Rhetorik. Die nakten Zahlen zeigen aber: Die EZB hat ihr Anlagevermögen seit Mitte 2012 um 5% reduziert - das AV der FED ist im selben Zeitraum um 5% gestiegen. Mit anderen Worten: Die EZB-Strategie dieser Tage lautet `große Klappe - nix dahinter` während die FED (unter vollem Risiko und ohne Rücksicht auf Inflation) das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt hält. Als bizarrer Auswuchs dieser Entwicklung steigt der Euro trotz ungebremster Struktur-Krise in der Euro-Peripherie gegen den schwächelnden US-Dollar in den letzten Tagen massiv an. Die gängige Interpretation nahezu aller Börsenkommentatoren und erschreckend vieler Devisenanalysten, der Euro würde gegen den USD steigen, weil durch die Abschwächung der Euro-Krise zuvor abgezogenes Geld in den EuroRaum zurückfließt, ist kompletter Unsinn! Vielmehr wird an den Märkten aktuell darauf spekuliert, daß der EZB letzlich die Geldwertstabilität (entgegen aller großen Sprüche) doch wichtiger sein wird als der FED. Es geht also nicht um erneuertes Vertrauen in Europa sondern lediglich um Zweifel am Expansionswillen der EZB. Diese Einschätzung könnte schon bald zum Problem für exportorientierte europäische Unternehmen werden - über 1,40 EUR/USD (3 Big Figures über dem aktuellen Kurs) wäre die erste Schmerzgrenze erreicht. Vor diesem Hintergrund darf man auf die Sitzung der EZB am kommenden Donnerstag gespannt sein: Wird der globale, geldpolitische Expansions-Irrsinn von Mario Draghi verschärft um im "Währungskrieg" mithalten zu können? Es steht für die EZB viel auf dem Spiel: Der Zins-Spread zwischen den Core- und Peripherieländern der Eurozone steigt seit dieser Woche wieder marginal an - die waghalsige Billionen-Spritze der EZB zu Beginn des letzten Jahres scheint bereits zu verpuffen!
MEINE STRATEGIE Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten ist voll intakt und nur wenig spricht aktuell für eine Trendumkehr. Aber: Das Fundament der Hausse bleibt sehr labil. Sollte die EZB am Donnerstag die Märkte enttäuschen und die Zinsen Spaniens und Italiens damit wieder nach oben schicken, sehe ich für DAX-Bären eine reelle Chance. Ansonsten wird die Ralley den DAX in den nächsten Wochen auf neue All Time Highs führen. Reißleine für Short-Positionen spätestens bei 7.930, Long-Positionen bei 7.750 absichern.
Freitag, 25. Januar 2013
28.01. bis 01.02.
DIESE WOCHE Der erste wichtige Schritt Richtung neues All-Time-High ist dem DAX geglückt, der nachhaltige Ausbruch über 7.800! Interessant dabei: Im Vorfeld des Ausbruchs war zum ersten mal seit Monaten wieder Nervosität im Handel zu spüren. Am Dienstag rutschte der FDAX binnen 60 Minuten um 100 Punkte nach unten, doch der scheinbare Beginn einer Korrektur versandete bereits im Nachmittagshandel und entpuppt sich zum Ende der Woche schließlich als blitzsaubere Bären-Falle. Rückenwind gibt es weiterhin durch die unaufhaltsam steigende Wall Street - der Dow Jones verzeichnet seinen 12en Gewinn-Tag infolge, seit Ende Dezember macht das ein von Plus 1.000 (!) Punkten.
Die US-Payrolls am Freitag, anstehende US-Haushaltsverhandlungen sowie die nachdenklicher werdenden Protagonisten der FED könnten in der nächsten Woche die Euphorie verhageln, im Augenblick zeigen aber beide Daumen nach oben.
MEINE STRATEGIE Die kommende Handelswoche ist aus meiner Sicht von entscheidender Bedeutung: Der DAX muß jetzt den zweiten Schritt machen und seine Levels über 7.800 verteidigen bzw. nach oben ausbauen. Falls das gelingt, sehe ich neue All-Time-Highs in den nächsten 3-5 Wochen. Der Schlüßel zum Erfolg liegt in den USA: Der S&P arbeitet an seinem historischen Kern-Resist bei 1.500 Punkten. Sollten diese fallen, werden in der DAX-Ralley sowohl die 8K als auch die All-Time-Highs um 8.150 nur schwachen Widerstand bieten. Falls aber den völlig überkauften US-Indizes die Puste ausgeht, droht ein schneller Absturz. Ein Rückfall unter 7.800 zum Freitagschluß am 01.Februar wäre ein klares Short-Signal mit anschliessender Korrektur-Phase von mehreren Wochen.
So oder so werden wir den nächste Woche eingeschlagenen Weg bis Mitte März gehen, egal in welche Richtung. Long-Positionen empfehle ich bei 7.750 abzusichern.
Die US-Payrolls am Freitag, anstehende US-Haushaltsverhandlungen sowie die nachdenklicher werdenden Protagonisten der FED könnten in der nächsten Woche die Euphorie verhageln, im Augenblick zeigen aber beide Daumen nach oben.
MEINE STRATEGIE Die kommende Handelswoche ist aus meiner Sicht von entscheidender Bedeutung: Der DAX muß jetzt den zweiten Schritt machen und seine Levels über 7.800 verteidigen bzw. nach oben ausbauen. Falls das gelingt, sehe ich neue All-Time-Highs in den nächsten 3-5 Wochen. Der Schlüßel zum Erfolg liegt in den USA: Der S&P arbeitet an seinem historischen Kern-Resist bei 1.500 Punkten. Sollten diese fallen, werden in der DAX-Ralley sowohl die 8K als auch die All-Time-Highs um 8.150 nur schwachen Widerstand bieten. Falls aber den völlig überkauften US-Indizes die Puste ausgeht, droht ein schneller Absturz. Ein Rückfall unter 7.800 zum Freitagschluß am 01.Februar wäre ein klares Short-Signal mit anschliessender Korrektur-Phase von mehreren Wochen.
So oder so werden wir den nächste Woche eingeschlagenen Weg bis Mitte März gehen, egal in welche Richtung. Long-Positionen empfehle ich bei 7.750 abzusichern.
Samstag, 19. Januar 2013
24. bis 28. Januar
DIESE WOCHE Die Patt-Konstellation im DAX bleibt weiter bestehen. Zu Wochenanfang gab es ein Lebenszeichen der bereits tot geglaubten Bären - der DAX korrigierte um 150 Punkte, dabei wurde aber weder das Jahresanfangs-Gap im DAX-Future sauber geschloßen noch mein Zielkorridor um die 7.550 erreicht - unbefriedigend! Ab Mitte der Woche folgte die Rückkehr zu gewohnten Verhaltensmustern: Schwache Umsätze und dabei steigende Kurse. Insbesondere die US-Börsen zeigen sich in 2013 bislang absolut robust, es hagelt beinahe täglich neue Multi-Year-Highs in allen Indizes. Die Volatilität an den US-Terminmärkten fällt parallel auf nie dagewesene und kaum noch meßbar niedrige Levels. Geht es nur darum, Investoren, die sich über VIX-Zertifikate vor Jahreswechsel gegen eventuelle Marktturbulenzen abgesichert haben, ins Leere laufen zu lassen oder ist das Zeitalter der Vorsicht an den Kapitalmärkten endgültig vorbei? Fakt ist: Die Unternehmensberichte verzichten bis jetzt (SAP mal ausgenommen) auf größere Enttäuschungen und die US-Banken können sogar positiv überraschen. Die FED hat in den letzten Jahren über 2 Billionen US-Dollar frisch gedruckt und dieses Geld kommt v.a. dem Finanzsektor zu Gute. Wer brav die Hand aufhält und keine entscheidenden Fehler macht muß unter diesen Rahmenbedingungen als Banker guten Profit machen.
In diesem -verhalten positiven- Nachrichten-Umfeld hätte ich dem DAX vor 2 Wochen noch deutlich mehr zugetraut - den Wochen-Schlußstand bei 7.702 werte ich bereits als kleine Enttäuschung. Das Aufwärtsmomentum verliert im Bereich um die 7.750 bereits zum wiederholten male an Kraft - jedes weitere Scheitern an neuen Jahreshochs macht eine baldige Ralley auf die 8K unwahrscheinlicher.
MEINE STRATEGIE Immerhin gibt es eine Erkenntnis: Der DAX läuft im Vergleich zu anderen Leitindizes relativ schwach. Aber selbst diese maue Analyse kann sich im Szenario eines nachhaltigen Durchbruchs über 7.800 schnell verkehren. Ansonsten bleibt es aus meiner Sicht völlig offen, in welche Richtung sich die aktuelle Patt-Konstellation auflösen wird. Die fundamentale Seite spricht für eine Marktkorrektur, der langfristige Trend zu Risiko-Assets sowie die anhaltende Liquiditätsschwemme sprechen für einen Anstieg. Darum in dieser Woche keine Positions-Trade-Empfehlung meinerseits.
In diesem -verhalten positiven- Nachrichten-Umfeld hätte ich dem DAX vor 2 Wochen noch deutlich mehr zugetraut - den Wochen-Schlußstand bei 7.702 werte ich bereits als kleine Enttäuschung. Das Aufwärtsmomentum verliert im Bereich um die 7.750 bereits zum wiederholten male an Kraft - jedes weitere Scheitern an neuen Jahreshochs macht eine baldige Ralley auf die 8K unwahrscheinlicher.
MEINE STRATEGIE Immerhin gibt es eine Erkenntnis: Der DAX läuft im Vergleich zu anderen Leitindizes relativ schwach. Aber selbst diese maue Analyse kann sich im Szenario eines nachhaltigen Durchbruchs über 7.800 schnell verkehren. Ansonsten bleibt es aus meiner Sicht völlig offen, in welche Richtung sich die aktuelle Patt-Konstellation auflösen wird. Die fundamentale Seite spricht für eine Marktkorrektur, der langfristige Trend zu Risiko-Assets sowie die anhaltende Liquiditätsschwemme sprechen für einen Anstieg. Darum in dieser Woche keine Positions-Trade-Empfehlung meinerseits.
Samstag, 12. Januar 2013
14. bis 18. Januar
DIESE WOCHE Die anlaufende US-Quartalsberichts-Saison konzentriert sich in der nächsten Woche auf den Finanzsektor und die Vorzeichen für positive Überraschungen stehen gut - haben doch die Notenbanken den Geschäftsbanken ein historisch einmaliges Investitions-Umfeld geschaffen. Zum einen ist billiges Geld im Überfluß abrufbar und zum anderen existiert der klassische Risiko-Rendite-Trade-Off für Banken nur noch begrentzt, denn es gilt: wenn wirklich etwas schief läuft, dann springen FED und EZB den Banken zur Seite und übernehmen zumindest befristet das Risiko aus den Büchern. Wer als Banker in diesem Umfeld keinen Gewinn erwirtschaftet, der muß schon wirklich alles verkehrt machen! Nach einer Woche Seitwärts-Konsolidierung könnte es somit im Laufe der kommenden Woche für den DAX bereits weiter nach oben gehen.
MEINE STRATEGIE Das positive Momentum hat sich im DAX in der abgelaufenen Woche merklich abgeschwächt, die von mir prognostizierte DAX-Korrektur unter 7.600 Punkte ist aber nicht eingetreten. Volatilität und Umsätze schwinden auf extrem schwache Levels - Nervosität sieht anders aus! Bis zur Wiederaufnahme der Kauf-Aggressivität bleibt ein Rücksetzer unter 7.600 Punkte für mich das wahrscheinlichste Szenario. Meine Alternativen im Überblick:
(A) Die Jahresanfangsralley setzt sich aggressiv fort - der DAX notiert Ende Januar über 8K. 30 %
(B) Verhaltene Seitwärtskonsolidierung: Durchwachsene Unternehmensberichte sowie das weiterhin schwierige Makro-Umfeld bremsen die Markteuphorie - der DAX konsolidiert unaufgeregt Richtung 7.550. 50%
(C) Die FED bekräftigt ihre im letzten Statement angedeutete Abkehr von der extremen Stimulierung (beachte die Rede des Chairman Bernanke am Montag nach Börsenschluß!). Infolge dieser strategischen geldpolitischen Neuorientierung korrigieren die Märkte scharf und der DAX fällt Richtung 7K. 20%
FAZIT: Diese Hausse lebt von der Liquidität. Sollte dem Markt Liquidität entzogen werden, fällt das Kartenhaus zusammen. Sollte aber der geldpolitische Status Quo unverändert bleiben, so wird der DAX im ersten Quartal neue All-Time-Highs erreichen.
MEINE STRATEGIE Das positive Momentum hat sich im DAX in der abgelaufenen Woche merklich abgeschwächt, die von mir prognostizierte DAX-Korrektur unter 7.600 Punkte ist aber nicht eingetreten. Volatilität und Umsätze schwinden auf extrem schwache Levels - Nervosität sieht anders aus! Bis zur Wiederaufnahme der Kauf-Aggressivität bleibt ein Rücksetzer unter 7.600 Punkte für mich das wahrscheinlichste Szenario. Meine Alternativen im Überblick:
(A) Die Jahresanfangsralley setzt sich aggressiv fort - der DAX notiert Ende Januar über 8K. 30 %
(B) Verhaltene Seitwärtskonsolidierung: Durchwachsene Unternehmensberichte sowie das weiterhin schwierige Makro-Umfeld bremsen die Markteuphorie - der DAX konsolidiert unaufgeregt Richtung 7.550. 50%
(C) Die FED bekräftigt ihre im letzten Statement angedeutete Abkehr von der extremen Stimulierung (beachte die Rede des Chairman Bernanke am Montag nach Börsenschluß!). Infolge dieser strategischen geldpolitischen Neuorientierung korrigieren die Märkte scharf und der DAX fällt Richtung 7K. 20%
FAZIT: Diese Hausse lebt von der Liquidität. Sollte dem Markt Liquidität entzogen werden, fällt das Kartenhaus zusammen. Sollte aber der geldpolitische Status Quo unverändert bleiben, so wird der DAX im ersten Quartal neue All-Time-Highs erreichen.
Samstag, 5. Januar 2013
07. bis 11. Januar
DER MARKT Der Handelsstart 2013 hat es in sich. Im Sog des geglückten US-Haushaltskompromiß können die Aktienindizes weltweit zu Beginn des Jahres erneut ihr Tempo nach oben verschärfen - der DAX-Future eröffnet mit einer satten Kurslücke von 120 Punkten und erreicht bei 7.805 Punkten neue 5 Jahreshochs. Die Jagd auf neue All-Time-Highs hat begonnen! Parallel dazu gehen die Rentenmärkte in Deutschland und den USA in eine scharfe Konsolidierung über und die Anleihen südeuropäischer Staaten verzeichnen weitere Kurssprünge - die Rendite Italiens liegt bereits niedriger als vor Ausbruch der Euro-Strukturkrise. Fazit: In der trügerischen Hoffnung auf ein klein wenig Return on Investment schmeissen die Anleger ihre Risikoaversion gänzlich über Bord und drehen die Ampeln für das Börsenjahr 2013 auf grün: Risk on! Bizarrer Auswuchs dieses Schauspiels: Der CBOE Volatility Index -Gradmesser für die Angst der US-Investoren- fällt auf ein neues All-Time-Low und verzeichnet damit seinen größten Absturz binnen einer Woche seit 1987 (damals korrigierte der Index seinen steilen Anstieg infolge des 87`Börsen-Crashs).
Es darf weiter darüber gerätselt werden, woher diese Zuversicht kommt. Das makroökonomische Umfeld bleibt rau und wird die Gewinne der Unternehmen weiter belasten. Insbesondere die globalen Fiskalkrisen -sei es in den USA oder Europa- schweben wie ein Damoklesschwert über den Kapitalmärkten. Unerwarteter Gegenwind droht nun auch von Seiten der Geldpolitik: Das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank stellt klar, daß eine unlimitierte Fortsetzung der Ultra Easy Monetary Policy der FED keine ausgemachte Sache mehr zu sein scheint. Die Falken gewinnen Oberhand und sind fest entschloßen das ausufernde Anleihekaufprogramm der FED baldmöglich zu beenden. Der aktuell laufenden Liquiditätshausse an Aktien- und Rentenmärkten wäre damit der Boden unter ihren Füßen entzogen.
MEINE STRATEGIE Der DAX wird letztlich weiter nach oben laufen. Die Frage ist, ob der Markt straight weiter ansteigt oder zunächst in eine Konsolidierungphase übergeht. Das am Donnerstag veröffentlichte FED-Protokoll ist nach meiner Einschätzung erstaunlich und sollte in der nächsten Woche zum großen Thema an den Börsen werden. Darum favorisiere ich (trotz des völlig intakten Aufwärtstrends) zunächst ein Szenario fallender Kurse - der FDAX sollte in diesem Szenario in der kommenden Woche seine Jahresanfangs-Kurslücke schließen, Kursziel 7.550 - 7.585.
Es darf weiter darüber gerätselt werden, woher diese Zuversicht kommt. Das makroökonomische Umfeld bleibt rau und wird die Gewinne der Unternehmen weiter belasten. Insbesondere die globalen Fiskalkrisen -sei es in den USA oder Europa- schweben wie ein Damoklesschwert über den Kapitalmärkten. Unerwarteter Gegenwind droht nun auch von Seiten der Geldpolitik: Das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank stellt klar, daß eine unlimitierte Fortsetzung der Ultra Easy Monetary Policy der FED keine ausgemachte Sache mehr zu sein scheint. Die Falken gewinnen Oberhand und sind fest entschloßen das ausufernde Anleihekaufprogramm der FED baldmöglich zu beenden. Der aktuell laufenden Liquiditätshausse an Aktien- und Rentenmärkten wäre damit der Boden unter ihren Füßen entzogen.
MEINE STRATEGIE Der DAX wird letztlich weiter nach oben laufen. Die Frage ist, ob der Markt straight weiter ansteigt oder zunächst in eine Konsolidierungphase übergeht. Das am Donnerstag veröffentlichte FED-Protokoll ist nach meiner Einschätzung erstaunlich und sollte in der nächsten Woche zum großen Thema an den Börsen werden. Darum favorisiere ich (trotz des völlig intakten Aufwärtstrends) zunächst ein Szenario fallender Kurse - der FDAX sollte in diesem Szenario in der kommenden Woche seine Jahresanfangs-Kurslücke schließen, Kursziel 7.550 - 7.585.
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