DIESE WOCHE Das entscheidende Signal der abgelaufenen Woche kam wieder einmal von Seiten der Geldpolitik. Die FED bleibt auf ihrem Kurs der `Ultra-Easy-Monetary-Policy` und erwirbt ab Januar Staatanleihen im Wert von 45 Mrd. USD monatlich. Es fließt also noch mehr Geld in die Finanzmärkte - die Blase wächst kontinuierlich weiter. In Anbetracht dieser positiven News laufen die US-Indizes zum Jahresausklang weiter überraschend verhalten. Das drohende Fiscal Cliff drückt die Kaufbegeisterung, Republikaner und Demokraten scheinen sich ihren Positionen aktuell eher von einander zu entfernen. Knapp zwei Wochen bleiben noch um einen Kompromiß zu finden - es bleibt spannend. In Folge dessen fließen die Kapitalströme in diesen Tagen in andere Märkte, u.a. in deutsche Standardwerte. Der DAX strotzt weiter vor relativer Stärke und verzeichnet die vierte Handelswoche infolge mit Gewinnen; vom Zwischentief Ende November sind wir inzwischen 700 Punkte ohne nennenswerte Korrektur nach oben gelaufen. Viele Börsenkommentatoren, die dieser Tage die alberne Frage stellen ob denn die Jahresendralley noch kommt, sollten einen Blick auf den DAX-Chart riskieren und würden dann erkennen: wir stecken bereits mitten drin!
MEINE STRATEGIE Das Momentum zum Jahresausklang ist extrem positiv. Selbst eine Korrketur in der anstehenden Expiry-Woche würde daran nicht viel ändern. Allein die US-Märkte bremsen die Euphorie (noch?). Sofern das Fiscal-Cliff erfolgreich abgewendet werden kann, sollten die Aktienmärkte noch einmal nach oben squeezen. Ausgehend von einem DAX-Niveau bei aktuell 7.600 sollte das neue All-Time-Highs in den nächsten 2-4 Wochen zur Folge haben. Das schwache Umsatzniveau begünstigt Übertreibungen. Falls sich die US-Politiker jedoch verzocken und die drastischen Haushaltskürzungen wirksam werden, wird es zum Jahreswechsel untypischerweise noch einmal turbulent. Das positive Szenario erscheint mir die wahrscheinlichere Alternative, dieses Umfeld ist mir aber zu unberechenbar um mich längerfristig zu positionieren.
Dieser Blog gibt zu Beginn der Handelswoche einen "Insider"-Ausblick auf den Handelsverlauf des Deutschen Aktienindex (DAX). Der Autor ist seit 15 Jahren im Eigenhandel (Schwerpunkt Index-Derivate) für HedgeFunds und Handelshäuser tätig. Unter "Diese Woche" legt er dar welche Aspekte professionelle Trader in der anstehenden Börsenwoche im Focus haben. Unter "Meine Strategie" gibt der Autor Einblick in sein Handelsbuch. Wöchentliches Update bis spätestens Montag 10:00 Uhr.
Samstag, 15. Dezember 2012
Samstag, 8. Dezember 2012
10. bis 14. Dezember
DIESE WOCHE Der DAX etabliert sich auf seinem 5-Jahreshoch über 7.500 Punkten und der Squeeze in Richtung All-Time Highs läuft auf Hochtouren. Das Überraschende: Angesichts des drohenden Fiscal Cliff laufen die Aktienindizes in den USA im Vergleich sehr verhalten, der Nasdaq korrigierte in der abgelaufenen Woche sogar leicht nach unten. Nach aktueller Markt-Ideologie war der robuste US-Jobreport wenig hilfreich, da ein entspannender Arbeitsmarkt die FED dazu veranlassen könnte ihre aggressive Geldpolitik kommende Woche abzumildern - die Märkte sollten Ben Bernanke eigentlich inzwischen besser kennen...
Das weniger Überraschende: Parallel zu deutschen Aktien haussieren auch deutsche Rentenpapiere - eigentlich kompletter Unsinn, aber in Zeiten der `Ultra Easy Monetary Policy` absolut schlüssig! Es wird in der Vermögenspreisinflation eben nicht mehr zwischen einzelnen Asset-Klassen substituiert, sondern durch die Bank alles zugekauft. Dabei wäre eigentlich sowohl für deutsche Aktien als auch insbesondere für Bundesanleihen Vorsicht geboten: Die deutsche Industrieproduktion hatte im Oktober den stärksten Rückgang seit Jahren zu verzeichnen und angesichts der unkalkulierbaren Risiken der Euro-Rettung droht die Bundesrepublik in Kürze ihre Bestnoten der Rating-Agenturen zu verlieren. Diese Fakten werden die Kapitalmärkte noch beschäftigen, aktuell aber dominiert der Leitsatz: "Geld findet seinen Weg"!
MEINE STRATEGIE Der Squeeze nimmt neue Konturen an, so waren am Donnerstag mitunter Panik-Käufe im DAX-Future zu beobachten. An den Intraday-Highs wurden unlimitiert Futures zugekauft, der Ausführungspreis war den Tradern offensichtlich egal - Hauptsache LONG! Langfristig ist das kein gutes Zeichen. Der aktuelle Move ist technisch unsauber und nach meiner Einschätzung nicht nachhaltig. Das Problem: Es läuft bereits die 2e Dezember-Woche und die ohnehin extrem niedrigen Umsätze an Kassa- und v.a. Terminmärkten werden sich tendentiell weiter abschwächen. Darum Vorsicht! Ich rate dazu nicht gegen diesen Trend zu Shorten, sondern die nächsten Wochen in Ruhe zu beobachten. Sollte der DAX die nächsten 5 Handelstage schadlos überstehen sehe ich für die nächsten 4-6 Wochen einen Angriff auf die Marke von 8.000 Punkten.
Das weniger Überraschende: Parallel zu deutschen Aktien haussieren auch deutsche Rentenpapiere - eigentlich kompletter Unsinn, aber in Zeiten der `Ultra Easy Monetary Policy` absolut schlüssig! Es wird in der Vermögenspreisinflation eben nicht mehr zwischen einzelnen Asset-Klassen substituiert, sondern durch die Bank alles zugekauft. Dabei wäre eigentlich sowohl für deutsche Aktien als auch insbesondere für Bundesanleihen Vorsicht geboten: Die deutsche Industrieproduktion hatte im Oktober den stärksten Rückgang seit Jahren zu verzeichnen und angesichts der unkalkulierbaren Risiken der Euro-Rettung droht die Bundesrepublik in Kürze ihre Bestnoten der Rating-Agenturen zu verlieren. Diese Fakten werden die Kapitalmärkte noch beschäftigen, aktuell aber dominiert der Leitsatz: "Geld findet seinen Weg"!
MEINE STRATEGIE Der Squeeze nimmt neue Konturen an, so waren am Donnerstag mitunter Panik-Käufe im DAX-Future zu beobachten. An den Intraday-Highs wurden unlimitiert Futures zugekauft, der Ausführungspreis war den Tradern offensichtlich egal - Hauptsache LONG! Langfristig ist das kein gutes Zeichen. Der aktuelle Move ist technisch unsauber und nach meiner Einschätzung nicht nachhaltig. Das Problem: Es läuft bereits die 2e Dezember-Woche und die ohnehin extrem niedrigen Umsätze an Kassa- und v.a. Terminmärkten werden sich tendentiell weiter abschwächen. Darum Vorsicht! Ich rate dazu nicht gegen diesen Trend zu Shorten, sondern die nächsten Wochen in Ruhe zu beobachten. Sollte der DAX die nächsten 5 Handelstage schadlos überstehen sehe ich für die nächsten 4-6 Wochen einen Angriff auf die Marke von 8.000 Punkten.
Samstag, 1. Dezember 2012
3. bis 7. Dezember
DIESE WOCHE Der letzte Monat des Jahres läuft und es ist nicht mehr damit zu rechnen, dass sich die für 2012 typischen Mechanismen an den Finanzmärkten noch einmal grundlegend verschieben werden. Der wichtigste Charakterzug des Marktes in 2012 bleibt die Überlagerung der Börsen durch die Liquiditätsblase. Am auffäligsten wird diese Tatsache durch einen Blick auf die Rentenmärkte: Die Bondpreise der Krisenländer aus der Euro-Peripherie sind in 2012 wieder drastisch in die Höhe geschoßen, die Renditen haben sich entsprechend reduziert. So mußte Italien bei seinen Anleihe-Auktionen letzte Woche bereits nur noch die Zinssätze des Vor-Krisen-Niveaus von 2010 für seine Neuschulden anbieten (warum also sparen?). Im Gegenzug wäre eine Kurskorrektur der Anleihen aus "sicheren" Euro-Staaten (z.B. Deutschland) als logische Konsequenz zu erwarten gewesen. Weit gefehlt, denn auch deutsche Anleihen können in 2012 ein sattes Kursplus verzeichnen, der Bund-Future beendet den Handel am Freitag im auslaufenden Dezember-Kontrakt nur knapp unter 143.
FAZIT (1): Generell kehrt Risikobereitschaft zurück an die Kapitalmärkte. Für Bond-Portfolios bedeutet dies aber nicht, daß risikoarme Staatsanleihen durch riskante substituiert werden, sondern es wird -und das in Zeiten globaler Fiskalkrisen (!!!)- queerbeet zugekauft! Dabei bleibt die Strukturkrise im Euro-Raum weiterhin ungelöst - die jüngste Abstufung von ESM und ESFS durch Moodys ist fundamental völlig gerechtfertigt.
So ergibt sich als FAZIT (2): Die Preise an den Rentenmärkten haben sich weitgehend von der ökonomischen Realität abgekoppelt - klassisches Anzeichen einer Finanzblase. Trotz dieser gefährlichen Tendenz bleiben die dafür verantwortlichen Entscheidungsträger in EZB und FED ihrer Linie treu und der Ausgang des Spiels bleibt ungewiß.
Weit weniger abgehoben aber immerhin auffällig präsentiert sich die Entwicklung am Aktienmarkt. Auch hier ist aufgrund zu hoher Liquidität aktuell kein direkter Zusammenhang zwischen Kursbewegungen und realem Newsflow erkennbar. So klettern die Indizes aktuell wieder an ihre Jahrshöchststände - der DAX beendet die Woche über 7.400 Punkten. Angesichts schwächelnder Unternehmensbilanzen, makroökonomischer Risiken und ungelöster fiskalpolitischer Konflikte in den USA und Europa ist dieser rasante Anstieg nicht gerechtfertigt - das Geld muß aber irgendwie untergebracht werden. FAZIT (3): Es ist verfrüht, in diesem Stadium von einer Blase am Aktienmarkt zu sprechen, die größer werdende Divergenz steigender Kurse bei zeitgleich fallenden Gewinnprognosen zeigt aber: Der Markt läuft in großen Schritten in diese Richtung!
MEINE STRATEGIE Im Umfeld fallender Volatilitäten und extrem mauer Umsätze ist es für mich aktuell schwer intraday gute Ergebnisse erzielen. Leider fehlt mir auch für eine längerfristige Position der klare View. Die Chancen eines Ausbruchs über die Jahreshochs mit einer aggressiven Ralley Richtung 8K sehe ich im DAX aktuell bei 50%. Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit kann der DAX aber noch einmal nach unten drehen um erneut die 7K-Marke in den ersten Dezember-Wochen zu testen. Darum bleibe ich unpositioniert.
FAZIT (1): Generell kehrt Risikobereitschaft zurück an die Kapitalmärkte. Für Bond-Portfolios bedeutet dies aber nicht, daß risikoarme Staatsanleihen durch riskante substituiert werden, sondern es wird -und das in Zeiten globaler Fiskalkrisen (!!!)- queerbeet zugekauft! Dabei bleibt die Strukturkrise im Euro-Raum weiterhin ungelöst - die jüngste Abstufung von ESM und ESFS durch Moodys ist fundamental völlig gerechtfertigt.
So ergibt sich als FAZIT (2): Die Preise an den Rentenmärkten haben sich weitgehend von der ökonomischen Realität abgekoppelt - klassisches Anzeichen einer Finanzblase. Trotz dieser gefährlichen Tendenz bleiben die dafür verantwortlichen Entscheidungsträger in EZB und FED ihrer Linie treu und der Ausgang des Spiels bleibt ungewiß.
Weit weniger abgehoben aber immerhin auffällig präsentiert sich die Entwicklung am Aktienmarkt. Auch hier ist aufgrund zu hoher Liquidität aktuell kein direkter Zusammenhang zwischen Kursbewegungen und realem Newsflow erkennbar. So klettern die Indizes aktuell wieder an ihre Jahrshöchststände - der DAX beendet die Woche über 7.400 Punkten. Angesichts schwächelnder Unternehmensbilanzen, makroökonomischer Risiken und ungelöster fiskalpolitischer Konflikte in den USA und Europa ist dieser rasante Anstieg nicht gerechtfertigt - das Geld muß aber irgendwie untergebracht werden. FAZIT (3): Es ist verfrüht, in diesem Stadium von einer Blase am Aktienmarkt zu sprechen, die größer werdende Divergenz steigender Kurse bei zeitgleich fallenden Gewinnprognosen zeigt aber: Der Markt läuft in großen Schritten in diese Richtung!
MEINE STRATEGIE Im Umfeld fallender Volatilitäten und extrem mauer Umsätze ist es für mich aktuell schwer intraday gute Ergebnisse erzielen. Leider fehlt mir auch für eine längerfristige Position der klare View. Die Chancen eines Ausbruchs über die Jahreshochs mit einer aggressiven Ralley Richtung 8K sehe ich im DAX aktuell bei 50%. Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit kann der DAX aber noch einmal nach unten drehen um erneut die 7K-Marke in den ersten Dezember-Wochen zu testen. Darum bleibe ich unpositioniert.
Sonntag, 25. November 2012
26. bis 30. November
DIESE WOCHE Dank der aggressiven Expansionspolitik von EZB und FED ist immer noch viel zu viel Liquidität in diesem Markt. Wie bereits letzte Woche von mir prognostiziert genügen folglich umsatzschwache Phasen um die Aktienindizes nach oben laufen zu lassen - für den DAX bedeutet das in der abgelaufenen Woche ein Kursplus von über fünf (!) Prozent. Angesichts eines unverändert risikobehafteten Umfelds ist das ein überaus respektables Ergebnis. Über die Art und Weise des Anstiegs kann man nur schmunzeln: Die zentralen Widerständen, den Marken von 7.000 und 7.200 Punkten, wurde im FDAX an der Eurex kein einziger Kontrakt getradet - sie wurden mittels Kursgap überwunden. Technisch unsauberer gehts nicht, aber was solls - schließlich gibt es ja keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Was in der Abrechnung zählt ist der Settlement-Wert von 7.310 zum Freitagsschluß - eine Woche zuvor hätten damit wohl die größten Optimisten nicht gerechnet. Jetzt liegt der DAX wieder in Lauerstellung auf die Jahreshöchststände. Sollten diese in den nächsten Tagen fallen, könnte es in den letzten Handelstagen in 2012 noch einmal richtig steil nach oben gehen, zumal die ab Mitte Dezember zu erwartende Umsatzschwäche erneut den Bulllen in die Karten spielen wird.
Die nächsten Handelstage bergen aber noch gehöriges Risiko: Die Verhandlungen um die nächste Tranche für Griechenland, neue US-Makro-News und das Gezerre um den US-Haushalt bleiben im Fokus der Märkte. Die größte Gefahr für die DAX-Bullen: Der Handel könnte wieder aktiver werden und die Umsätze wieder steigen, dann werden die Kurse mit Sicherheit wieder fallen!
MEINE STRATEGIE Meine Prognose von letzter Woche war in ihrer Tendenz richtig, mein angesagter Kurs-Korridor wurde aber bereits auf der Oberseite druchbrochen. In einem "normalen" Umfeld würde ich erwarten, daß wir die beiden Kurslücken um 7K und 7.200 noch einmal von oben in Angriff nehmen - aber was ist schon normal? Die Kombination aus Liquiditätsüberschuß und Umsatzschwäche sind ein gefährliches Umfeld für Bären und Realisten. Darum empfehle ich zunächst einmal, dieses muntere Treiben unpositioniert von Außen zu beobachten.
Die nächsten Handelstage bergen aber noch gehöriges Risiko: Die Verhandlungen um die nächste Tranche für Griechenland, neue US-Makro-News und das Gezerre um den US-Haushalt bleiben im Fokus der Märkte. Die größte Gefahr für die DAX-Bullen: Der Handel könnte wieder aktiver werden und die Umsätze wieder steigen, dann werden die Kurse mit Sicherheit wieder fallen!
MEINE STRATEGIE Meine Prognose von letzter Woche war in ihrer Tendenz richtig, mein angesagter Kurs-Korridor wurde aber bereits auf der Oberseite druchbrochen. In einem "normalen" Umfeld würde ich erwarten, daß wir die beiden Kurslücken um 7K und 7.200 noch einmal von oben in Angriff nehmen - aber was ist schon normal? Die Kombination aus Liquiditätsüberschuß und Umsatzschwäche sind ein gefährliches Umfeld für Bären und Realisten. Darum empfehle ich zunächst einmal, dieses muntere Treiben unpositioniert von Außen zu beobachten.
Montag, 19. November 2012
19. bis 23. November
DIESE WOCHE ...in aller Kürze: Der DAX-Future gibt zum Freitagsschluß zum ersten mal seit September die 7K-Marke wieder ab und dennoch stehen die Vorzeichen für eine (zumindest zwischenzeitliche) Unterbrechung der aktuellen Schwächephase günstig. Die stark gebeutelten US-Indizes (Motor der laufenden Korrektur an den Aktienbörsen weltweit) zeigen gegen Ende der abgelaufenen Woche bereits glaubhafte Stabilisierungstendenzen und die zu erwartende Umsatzschwäche der anstehenden Thanksgiving-Woche dürfte erneut den Bullen in die Karten spielen. Der fundamentale Status Quo bleibt dabei unverändert negativ und bietet aus meiner Sicht das Potential für deutlich niedrigere Indexstände - ob wir diese aber noch in diesem Jahr sehen werden, wage ich zu bezweifeln.
MEINE STRATEGIE Wer bis jetzt an der laufenden Korrektur noch nichts verdient hat, der sollte jetzt nicht mehr auf den Zug aufspringen. Meine Szenarien bis zum Jahresende im Überblick:
(1) Das Abwärtsmomentum verschärft sich weiter. DAX fällt in den Bereich 6.300-6.500. 20 %
(2) Der Markt dreht wieder nach oben und nimmt erneut Fahrt auf - neue Jahreshochs. 20 %
(3) Im Wesentlichen wars das für dieses Jahr. Wir bewegen uns bis zum Jahresende in einem Korridor zwischen 6.850 und 7.200. 60 %
MEINE STRATEGIE Wer bis jetzt an der laufenden Korrektur noch nichts verdient hat, der sollte jetzt nicht mehr auf den Zug aufspringen. Meine Szenarien bis zum Jahresende im Überblick:
(1) Das Abwärtsmomentum verschärft sich weiter. DAX fällt in den Bereich 6.300-6.500. 20 %
(2) Der Markt dreht wieder nach oben und nimmt erneut Fahrt auf - neue Jahreshochs. 20 %
(3) Im Wesentlichen wars das für dieses Jahr. Wir bewegen uns bis zum Jahresende in einem Korridor zwischen 6.850 und 7.200. 60 %
Samstag, 10. November 2012
12. bis 16. November
DIESE WOCHE So schnell kanns gehn: Am Mittwochmorgen hatte der DAX noch sein Jahreshoch im Visier, nur 48 Stunden später gerät kurzzeitig die 7K-Marke in Gefahr. Damit ist der vorerst dritte Anlauf das Level von 7.400 Punkten nachhaltig zu überschreiten gescheitert. Positiv: Der Bereich über 7K zeigt sich als solide Unterstützungszone und die relative Stärke des DAX im internationalen Vergleich hat weiterhin Bestand. Insbesondere in den USA kamen die Indizes in der abgelaufenen Woche schwer unter die Räder. Das drohende "Fiscal Cliff", im letzten Jahr aus der Not geboren, hängt jetzt wie ein Damokles-Schwert über den US-Börsen - und das völlig zurecht! Denn selbst wenn man ein positives Szenario unterstellt, in dem sich die US-Politiker in den kommenden Wochen auf einen vorübergehenden Haushalts-Kompromiß einigen können, wird das strukturelle Problem der fatal aud dem Ruder gelaufenen US-Staatsverschuldung die Märkte in den kommenden Monaten und Jahren beschäftigen. Diese unschöne Aussicht belastet die US-Börsen: An der Nasdaq ist die Apple-Blase zwar noch nicht geplatzt, aber zumindest angestochen: Die Aktie ist binnen weniger Wochen von ihren Phantasie-Hochs über 700us$ um knapp 200us$ gefallen - das ist in der Tat ein kräftiger Einbruch. Viele Analysten raten jetzt wieder zum Einstieg und kurzfristig kann das vielleicht die richtige Strategie sein - ich gebe aber zu bedenken, daß der Eröffnungskurs der Aktie in diesem Jahr bei 409us$ notierte, ca. 30% unter dem aktuellen Kursniveau.
In Europa rückt das leidige Thema Griechenland wieder in den Fokus. Das Land hangelt sich von einer Hilfs-Tranche zur nächsten, Solidarität und Geduld vieler europäischer Partner schwinden. Im Frühsommer hatte ich mich in diesem Blog mit der Prognose, das Land werde Mitte 2013 nicht mehr zum Euro-Raum gehören, weit aus dem Fenster gelehnt. Zwischenzeitlich strafte die von der EZB neugeschaffene Finanzrealität mich Lügen, in diesen Tagen scheint mein Szenario aber wieder realistisch zu werden.
MEINE STRATEGIE In Anbetracht der zurückgekehrten Risikoaversion behauptet sich der DAX trotz seiner scharfen Korrektur zu Wochenschluß weiter sehr stabil. Seit Anfang September gilt: Kaufe unter 7.200, Shorte über 7.400. Wer diesem Muster traut, sollte seit Freitag Long positioniert sein - ich traue diesem Muster nicht! Meine Outright Short-Positionen im DAX-Future habe ich zwar am Freitag vollständig glattgestellt, ich halte aber weiterhin meine Short-Position in DAX-Calls Laufzeit Dezember und gehe davon aus, daß die von mir verkauften Optionen am Verfalltag mit Null ausgebucht werden.
In Europa rückt das leidige Thema Griechenland wieder in den Fokus. Das Land hangelt sich von einer Hilfs-Tranche zur nächsten, Solidarität und Geduld vieler europäischer Partner schwinden. Im Frühsommer hatte ich mich in diesem Blog mit der Prognose, das Land werde Mitte 2013 nicht mehr zum Euro-Raum gehören, weit aus dem Fenster gelehnt. Zwischenzeitlich strafte die von der EZB neugeschaffene Finanzrealität mich Lügen, in diesen Tagen scheint mein Szenario aber wieder realistisch zu werden.
MEINE STRATEGIE In Anbetracht der zurückgekehrten Risikoaversion behauptet sich der DAX trotz seiner scharfen Korrektur zu Wochenschluß weiter sehr stabil. Seit Anfang September gilt: Kaufe unter 7.200, Shorte über 7.400. Wer diesem Muster traut, sollte seit Freitag Long positioniert sein - ich traue diesem Muster nicht! Meine Outright Short-Positionen im DAX-Future habe ich zwar am Freitag vollständig glattgestellt, ich halte aber weiterhin meine Short-Position in DAX-Calls Laufzeit Dezember und gehe davon aus, daß die von mir verkauften Optionen am Verfalltag mit Null ausgebucht werden.
Freitag, 2. November 2012
05. bis 09. November
DIESE WOCHE Der Handel am deutschen Aktienmarkt und an der Eurex hat eine der umsatzschwächsten Wochen seit Jahren hinter sich und das spielt den Bullen in die Karten, denn im Moment gilt: Je schwächer die Umsätze desto höher laufen die Kurse. Bereits minimale Orders genügen, um am Terminmarkt den FDAX nach oben squeezen zu lassen. In diesem halbseidenen Umfeld behauptet der DAX seine relative Stärke im internationalen Umfeld - angesichts der guten strategischen Positionierung der deutschen Blue Chips ist diese Wertschätzung durchaus begründet. Langfristig werden aber auch die deutschen Unternehmen in einem Umfeld schwächelnder Weltkonjunktur hart zu kämpfen haben.
Der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag (einer der wenigen Höhepunkte der abgelaufenen Woche) liefert indes keine neuen Erkenntnisse: Die neugeschaffenen Stellen überraschen auf den ersten Blick positiv, unter Berücksichtigung des `Birth-Death-Adjustments` bleibt die Zahl jedoch letztlich hinter den Erwartungen zurück. Die Arbeitslosenrate steigt wieder marginal und somit ist völlig offen, inwieweit der Bericht dem Präsidenten für seine Wiederwahl am Dienstag nützlich sein kann. MEIN FAZIT: Die FED fackelt seit Monaten das historisch größte Expansionsprogramm ihrer Geschichte ab - vor diesem Hintergrund ist der Status Quo am US-Arbeitsmarkt bedrückend, die Maßnahmen verpuffen weitgehend!
MEINE STRATEGIE Angesichts der extrem schwachen Umsatztätigkeit entbehren die Kursbewegungen der abgelaufenen Woche an Aussagekraft. Das übergeordnete Bild zeigt nach meinem Urteil weiterhin auf eine Seitwärts-Korrrektur mit Abwärtspotential unter 7K als wahrscheinlichstes Szenario.
Der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag (einer der wenigen Höhepunkte der abgelaufenen Woche) liefert indes keine neuen Erkenntnisse: Die neugeschaffenen Stellen überraschen auf den ersten Blick positiv, unter Berücksichtigung des `Birth-Death-Adjustments` bleibt die Zahl jedoch letztlich hinter den Erwartungen zurück. Die Arbeitslosenrate steigt wieder marginal und somit ist völlig offen, inwieweit der Bericht dem Präsidenten für seine Wiederwahl am Dienstag nützlich sein kann. MEIN FAZIT: Die FED fackelt seit Monaten das historisch größte Expansionsprogramm ihrer Geschichte ab - vor diesem Hintergrund ist der Status Quo am US-Arbeitsmarkt bedrückend, die Maßnahmen verpuffen weitgehend!
MEINE STRATEGIE Angesichts der extrem schwachen Umsatztätigkeit entbehren die Kursbewegungen der abgelaufenen Woche an Aussagekraft. Das übergeordnete Bild zeigt nach meinem Urteil weiterhin auf eine Seitwärts-Korrrektur mit Abwärtspotential unter 7K als wahrscheinlichstes Szenario.
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